Aguajira Wasser für die Zukunft
image/svg+xml
image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

April 2016

Mitgliederzahl

37

Land

Kolumbien

Ort

La Guajira

image/svg+xml
image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

April 2016

Mitgliederzahl

37

Land

Kolumbien

Ort

La Guajira

Standort

Standort

Kolumbien

Kolumbien liegt im Norden Südamerikas und grenzt als einziges Land des Subkontinents sowohl an den pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer. Die Fläche Kolumbiens ist dreimal so groß wie die Deutschlands. Bewohnt wird das Land allerdings nur von 46 Mio. Menschen, was etwas mehr als der Hälfte der Einwohnerzahl Deutschlands entspricht. Politisch ist Kolumbien in 32 Departamentos (Verwaltungsgebiete) unterteilt. Da Kolumbien am Äquator liegt, ändert sich das Klima über das Jahr hinweg nur sehr geringfügig. Jahreszeiten wie in Deutschland gibt es nicht.

Kolumbien ist die viertgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas und als Schwellenland klassifiziert. Nicht alle Bevölkerungsgruppen profitieren jedoch gleichermaßen von der wirtschaftlichen Lage. Das rohstoffreiche Land steht weiterhin vor großen innenpolitischen und auch wirtschaftlichen Herausforderungen: Klärung von Landbesitzverhältnissen, Menschenrechtssituation, Binnenvertreibung und die innere Sicherheitslage sind zentrale Themen. Mangelnde Sicherheit hat in weiten Teilen des Landes die Nutzung der natürlichen Ressourcen und die Entwicklung der Infrastruktur verhindert. Die größten sozialen und wirtschaftlichen Probleme gibt es deshalb in diesen ehemaligen Konfliktzonen.

(Quelle: https://www.giz.de/de/weltweit/397.html

Colombia
Kolumbien. Oben in rot markiert: das Departamento „La Guajira“

La Guajira

An der Karibikküste im Norden Kolumbiens befindet sich das Departamento La Guajira. Das Klima im nördlichen Teil des Verwaltungsgebietes ist von großer Hitze und Trockenheit bestimmt. La Guajira gilt als eine der ärmsten Regionen Kolumbiens. Wegen mangelnder Infrastruktur haben viele Städte und Dörfer – selbst Riohacha, die Hauptstadt des Departamentos – gravierende Probleme bei der grundlegenden Versorgung der Bevölkerung, wie zum Beispiel mit (Trink-)Wasser.

Departamento „La Guajira“
Departamento „La Guajira“

Unser Projektort

In der Region gibt es unterschiedliche Rancherías (Hüttensiedlungen), die jeweils von ca. 100 Wayuu bewohnt werden. In zentralen Punkten zwischen den Rancherías haben die Bewohner kleine Brunnen gegraben, die jedoch in der Regel nur Brackwasser liefern, das für den Konsum als Trinkwasser ungeeignet ist. Unregelmäßig (obwohl eigentlich ein 20 Tage-Rhythmus vereinbart ist) bekommen sie circa sieben Kubikmeter Trinkwasser von einem LKW geliefert, welches sie in mehreren Tanks vor Ort speichern. Dies stellt jedoch nur eine temporäre Notlösung dar und es ist möglich, dass eine neugewählter Bürgermeister dies nicht mehr unterstützt.

Unser Projektort befindet sich etwa 12 Kilometer östlich von Manaure, einer kleinen Küstenstadt, die für Salzgewinnung bekannt ist. Die Rancherías Betania und Belén liegen ca. 1 km vom Meer entfernt. Die wichtigsten wirtschaftlichen Aktivitäten sind Ziegenzucht und Fischfang.  

Diese Rancherias haben uns vor allem mit ihrer Gastfreundschaft und ihrem Arbeitswillen überzeugt. Auch sie erhalten regelmäßig Wasserlieferungen, diese sollen in der Theorie jeder der 18 Familien 25 Liter pro Tag (in Westeuropa rechnet man mit 130 Liter pro Person pro Tag) zur Verfügung stellen, was allerdings nur funktionieren würde, wenn die Wasserlieferungen nicht regelmäßig Verspätungen hätten. Die nächste Wasserquelle ist ca. 3 km entfernt. Befestigte Straßen gibt es jedoch keine und der Transport von Wasser erfolgt meist mit dem Esel oder Fahrrädern.

In Belén liegt auch eine der größten Schulen der Region, das “Centro etnoeducativo Kanaan”. Theoretisch sollten täglich etwa 400 Kinder hier zur Schule gehen. In Wirklichkeit kommen bisher höchstens 100 Schüler, da Transportmöglichkeiten fehlen. In einfachsten Klassenzimmern lernen kleine und große Kinder hier Schreiben, Lesen, Rechnen, Sozialwissenschaften, Handarbeiten und vieles mehr. Durch die unmittelbare Nähe zum Brunnen und der zukünftigen Wasseraufbereitungsanlage wird die Schule immens vom Wasser profitieren. Den Schülern können kleine Mahlzeiten zubereitet werden und sie bekommen sauberes Wasser zu trinken.

Schule Kanaan
Schule Kanaan