Beaumont Studenten bauen Kindern in Haiti eine Zukunft
image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

46

Land

Haiti

Ort

Beaumont

image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

46

Land

Haiti

Ort

Beaumont

Nach einer langen Vorbereitung mit Graben, Bewehrung und Schalung konnten wir endlich mit der lang ersehnten Betonage des Fundaments starten. Aus 14,4 m³ Kies (Gravye), 9,6 m³ Sand (sab), 238 Säcken Zement (siman) und 5.831 Litern Wasser wurden innerhalb von drei Tagen 22 m³ Beton gemischt und eingebaut.

Nach der stürmischen Ankunft im Zeichen von Hurrikan Irma, normalisierte sich die Lage für das Team in Beaumont und die Arbeit auf der Baustelle stand wieder im Mittelpunkt. Voller Elan ging es daran, das aktuelle Teilprojekt, das erste Mädchenhaus in Angriff zu nehmen. Nachdem das vorherige Team bereits den Fundamentgraben unter viel Schweiß und Anstrengung fertiggestellt hatte, konnte nun mit der Bewehrung und Schalung als Vorbereitung für die Betonage des Fundaments begonnen werden. Somit wurde in den folgenden zwei Wochen Stahl geschnitten und  gebogen, Bewehrungskörbe gerödelt und Holz gesägt, geschraubt und genagelt, was das Zeug hielt!

Ziel war es, dem neuen Team, das zwei Wochen später eintreffen sollte, die fertigen Bewehrungskörbe zu präsentieren, sodass dann gemeinsam mit der Betonage gestartet werden konnte.

Auch der gute PAUL, der Wasserfilter, welchen das Team aus Deutschland mitgebracht hatte, wurde unter großer Neugier bei den EWBlern und Waisenhausbewohnern gleichermaßen ausprobiert und in Betrieb genommen. Das Karlsruher Team ging mit gutem Beispiel voran und probierte das Wasser, da die Waisenhausmitarbeiterinnen noch etwas skeptisch dreinblickten.

Trotz vieler zu erledigender Aufgaben, blieb der Spaß während der Arbeit nicht auf der Strecke! So wurde zum Beispiel der Betonmischer zur Waschmaschine umfunktioniert, als eine Wäscherin des Waisenhauses ausfiel. Die Umsetzung war für alle ein großer Spaß, wenn auch das Endergebnis etwas zu wünschen übrig ließ. Probieren geht manchmal eben doch über Studieren! 😉

In Karlsruhe machte sich währenddessen das nächste Team für die Abreise bereit. Das Vierergespann, bestehend aus zwei Haiti-Veteranen (Maren und Fabi) und zwei Erst-Reisenden (Chris und Yannick), startete vollbepackt  mit an die 100 Kilogramm Ankerstäben, Schrauben und weiteren Baumaterialien am 17. September mit dem TGV Richtung Paris, um von dort den Flieger nach Haiti zu nehmen.

Nach Sprengung eines stehengelassenen Koffers, einer kurzen Nacht im Flughafen, einem letzten Käsebrot und 9 Stunden Flug wurde Team 5.4 bereits herzlich in Meva in Port-au-Prince empfangen. Die Weiterreise nach Beaumont verzögerte sich jedoch um einen Tag. Durch Streiks waren sämtliche Busverbindungen ausgefallen und das Team verweilte vorerst in der Hauptstadt. Die Zeit wurde genutzt, um einen Zeitplan für die nächsten Monate zu erstellen und Materiallisten anzufertigen. Am nächsten Tag wurde von haitianischer Seite das „okay“ gegeben und das Team konnte nach einer wilden Fahrt zum Busbahnhof mit offenem Kofferraum, vier 23 Kilogramm-schweren Rucksäcken auf dem Schoß und einigen Aufsetzern auf der Straße endlich weiterreisen.

Vor Ort wurde das Vierergespann auf der Baustelle von EWBlern, Waisenkindern, den Haushunden sowie Ziegen und Sonnenschein herzlich empfangen. Mit einem gemeinsamen Bier und Essen wurden Infos zum Baufortschritt und dem Treiben in Beaumont ausgetauscht. Das Team, das von nun an vier Wochen lang zusammen den Grundbaustein des Mädchenwohnhauses umsetzen soll, war vereint.

Natürlich wurde am folgenden Tag direkt losgelegt. Durch ständigen Regen und den weichen Boden wurde der Fundamentgraben immer wieder vollgespült. Die Fundamentbewehrung war jedoch bereits größtenteils fertig gestellt und sah aus wie aus dem Handbuch – spitzen Vorarbeit. Zur Vorbereitung der Betonage des Fundaments hieß es jetzt: graben, nivellieren, vermessen, Abstandshalter anfertigen, rödeln, sägen, Schalung bauen und ausrichten. Die vorerst geplante Betonage am Freitag wurde leider bedingt durch die Ausläufer von Hurrikan Maria verzögert und letztendlich nach einer Krisensitzung unter dem neuen Dach des Holzdepots und einer kurzen Trommeleinlage auf Eimern auf Samstag verschoben.

Der Samstag war aber auch schneller da als gedacht und somit war Betonage angesagt. Für einige im Team war es das erste Mal, aber sicher nicht das letzte Mal. Der Tag war gezeichnet von Schweiß, Zement, Regen und Durchhaltevermögen. Bis in die Nacht wurde betoniert und immer wieder wurde am Mischer über die Baustelle geschrien: „GRAVYE, SAB, SIMAN!“, damit die nächste Mischung angefertigt werden konnte. Das Fazit war: 16 m³ Beton,  13 Stunden Arbeit und 11 ermüdete aber glückliche EWBler mit der ein oder anderen Wunde.

Das innere Fundament wurde am Montag betoniert. Als bereits eingespieltes Team wurden die übrigen 6 m³ an einem Vormittag gekonnt fertiggestellt. Vor der Abreise von Thomas hat sich das Team einen Ausflug zur Île à Vache wohl verdient.

Schöne Grüße von der Île à Vache

Kati, Clara, Fabi, Thomas, Phillip, Maren, Jannik, David, Stanley, Laura und Chris

4 Kommentare


  1. Ich bin so froh dass weder Hurrikan Irma, noch Maria schlimmen Schaden in Beaumont angerichtet haben 😀.
    Ihr könnt so stolz sein auf das, was ihr betoniert habt!!! Ich freu mich, dass das Mädchenhaus So am Wachsen ist.
    Liebe Grüße
    Monika aus Karlsruhe

    Antworten

  2. Was heißt eigentlich „Gravye, sab, siman!“
    ???
    Ich finde toll, was ihr auf die Beine stellt!!!

    Antworten

  3. Toller Bericht, tolle Bilder, tolle Arbeit!
    Gruß aus Lahr
    Manfred Sickmann

    Antworten

  4. Dem ganzen Team ein großes Dankeschön für die Arbeit auf der Baustelle und daß wir immer ,
    dank eurer ausführlichen Berichte, daran teilhaben können.
    Liebe Grüße aus Lahr – Annette Büchele

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.