Beaumont Studenten bauen Kindern in Haiti eine Zukunft
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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

46

Land

Haiti

Ort

Beaumont

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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

46

Land

Haiti

Ort

Beaumont

Bamm-bamm, bumm-bumm – Wie beschreibt man dem französischen und haitianischen Zoll eine Rammsonde, mit Spitzen die auf den ersten Blick aussehen wie Granaten und einem Paket aus Metallstangen eingewickelt in Karton und Panzertape, das aussieht wie ein Raketenwerfer?
Diese Frage haben wir uns auf dem Weg zum Flughafen in Paris und auch danach noch des Öfteren gestellt. Bamm-bamm, bumm-bumm erschien uns nicht so passend. Doch was macht man mit so einer Rammsonde eigentlich in Haiti?

Zuerst mal gar nicht so viel. Denn uns hat eine massive Stahlstange gefehlt, mit der man die in den Boden gerammten Sondierstangen wieder mit dem Ziehgerät heraushebeln konnte. Aber jetzt von Anfang an.

Eine Rammsonde ist ein Gerät mit dem Bodeneigenschaften erkundet werden können. In unserem Fall insbesondere ob wir sehr nah an der Geländeoberfläche oder in bis zu 5 Metern Tiefe mit großen Steinen oder Felsen rechnen müssen, die unseren Bauablauf doch erheblich einschränken und behindern können, oder ob ein leicht auszuhebender Boden vorliegt.

Die Sondierstange wird mit der entsprechenden Spitze und einem Fallgewicht in den Boden gerammt. Über die Anzahl der   benötigten Schläge können auch Festigkeitswerte des Baugrunds grob abgeschätzt werden. Mit einer Schlitzsonde können zusätzlich Bodenproben für weitere Versuche aus dem Untergrund entnommen werden.

Da wir nicht alle Tage so eine Rammsonde in Haiti haben und die alleine dafür benötigten 50kg Zusatzgepäck nicht nochmal zur Verfügung stehen, haben wir in 3 Tagen das gesamte Gelände in einem Raster erkundet und an 35 Punkten, die für potentielle weitere Gebäude im Gespräch sind, Rammsondierungen durchgeführt. Anschließend wurden alle diese Punkte zusätzlich vermessen um die Ergebnisse später den Geländepunkten zuordnen zu können.

Für so eine Rammsondierung braucht man außer einer Rammsonde aber auch noch ein ausgeprägtes Durchhaltevermögen der Armmuskulatur. Für jeden Schlag des 10kg schweren Fallgewichts muss dieses 50 cm angehoben und dann wieder fallen gelassen werden. Damit werden dann, mit teilweise mehreren hundert Schlägen pro Sondierung die Stangen nach und nach in den Boden getrieben. Nach einem Meter Fortschritt wird die Stange mit einem weiteren Stangenstück verlängert. Dies wird solange fortgeführt bis man mit 50 Schlägen des Fallgewichts weniger als 10cm in den Boden eindringt. Bei 5 Metern Sondiertiefe sind das dann schnell über tausend mal, die das Fallgewicht angehoben und fallengelassen werden muss.

Zum Glück haben wir so eine Rammsonde nicht täglich und jeder wollte einmal ausprobieren und mithelfen, auch die haitianischen Arbeiter mit wesentlich mehr Ausdauer wie wir, wodurch wir sehr gut vorankamen und alle gewünschten Punkte untersuchen konnten.

Anschließend müssen die aufgezeichneten Ergebnisse noch zu Hause ausgewertet und aufbereitet werden.

  • Mitschrieb der Schlagzahl

Es verabschieden sich Phillip, Laura, Leon, Chris, Hannah und Nico aus Haiti und wünschen Dominik und Matze, die die Stellung auf der Baustelle halten viel Erfolg, Spaß und eine unfallfreie Weiterarbeit.

2 Kommentare


  1. Liebes Bauteam, in eurem Blog lernt man/frau richtig viel, jetzt weiß ich sogar ,was eine Rammsonde ist und wozu sie benötigt wird. Das Lesen eures Blogs ist immer spannend, danke !
    Ich wünsch euch allen eine gute Zeit und den Abreisenden ein gutes nach Hause kommen.
    Vielen Dank für eure tolle Arbeit!!!
    Liebe Grüße aus Lahr Annette Büchele

    Antworten

  2. ICH SEHE MIT FREUDE, DASS IHR WIEDER BEI M.E.V.A. UND NATACHA VORBEIGESCHAUT HABT. DANKE DAFÜR.

    EUCH WÜNSCHEN WIR WEITERHIN VIEL GLÜCK BEI EURER AUFGABE IN BEAUMONT.

    LIEBE GRÜSSE VON

    MICHAEL UND BARBARA, HAITICARE E.V.

    Antworten

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