Beaumont Studenten bauen Kindern in Haiti eine Zukunft
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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

46

Land

Haiti

Ort

Beaumont

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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

46

Land

Haiti

Ort

Beaumont

Bauphase 2&3

Die zweite und dritte Bauphase

März – April und August – Oktober 2016

Die Rohbauarbeiten der Aula wurden im Dezember 2015 erfolgreich fertiggestellt und das Dach wurde montiert. Nun fehlten für die Fertigstellung der Aula nur noch letzte Restarbeiten am Dach sowie an den Anbauten, welche im Rahmen der zweiten Bauphase mit ausgeführt wurden. Hierzu flogen im Frühjahr 2016 erneut Mitglieder unserer Projektgruppe nach Haiti und trieben unser Projekt mit vereinten Kräften weiter voran. Dabei konnten sie außerdem provisorische Sanitäranlagen errichten.

Im August 2016 fiel der Startschuss für die dritte Bauphase, mit dem Hauptziel Klassenzimmer für die Vorschulkinder zu errichten. Des Weiteren war der Bau eines Wassersystems sowie die Installation der Solaranlage geplant. Da vor allem für die Kleinsten im Waisenhaus die Situation am derzeitigen Standort durch den Bau der Nationalstraße unzumutbar und gefährlich ist, hat die Errichtung der Vorschulräume Priorität. Hierfür planten wir 4 Klassenzimmer, die um einen kleinen Schulhof angeordnet sind. Der Hof bietet eine ideale Möglichkeit für das sichere gemeinsame Spielen der Kinder unter freiem Himmel.

Bei der Umsetzung stellte das unebene Gelände eine besondere Herausforderung dar. Um die vier Gebäude auf einer Ebene realisieren zu können, musste ein großer Geländesprung überwunden werden.

Die Häuschen mit jeweils 30 m² Grundfläche sind wie bereits die Aula im Hinblick auf die Erdbebensicherheit nach der haitianischen Norm konstruiert. Nach dieser Richtlinie entwarfen wir drei verschiedene Bauweisen. Wir wollten dabei erproben, welche Vor- und Nachteile sich in der Praxis ergeben und wie der finanzielle und zeitliche Aufwand im Vergleich aussieht. Da wir noch einige Häuser auf dem Gelände bauen werden, haben wir an dieser Stelle die Chance die beste Bauweise herauszufinden. Dies lässt sich zwar gut in Deutschland diskutieren und berechnen, aber in der Praxis vor Ort sieht alles erfahrungsgemäß nochmal anders aus.

Die erste Bauweise besteht aus Mauerwerkswänden und Stahlbetonstützen, die zweite aus einem Stahlbetonskelett mit Holzausfachung, die dritte ist eine Holzbauweise. Die Fundamente sind identisch und auch das Dach wird mit derselben Satteldachkonstruktion mit Trapezblech ausgeführt.

Des Weiteren sollte eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Aula installiert werden, welche das Gelände mit Strom versorgt. Für die Beleuchtung der Räume sowie für die Versorgung von medizinischen Geräten und der Wasserpumpe steht eine Leistung von 5 kWp zur Verfügung. Nachts übernimmt ein Akku den Betrieb.

Die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen schritt gut voran und auch unser Container mit der Photovoltaikanlage erreichte nach langen Zollschwierigkeiten endlich Beaumont.

Doch dann erwischte am 04. Oktober der Hurrikan „Matthew“ unseren Projektstandort Beaumont. Vor Ort erlebten 11 unserer Teammitglieder hautnah mit, wie die komplette Landschaft verwüstet und der größte Teil des Dorfes zerstört wurde. In der Region Beaumont gab es über 100 Tote, viele Verletzte, Tausende sind obdachlos. Die hygienischen Verhältnisse waren katastrophal und aufgrund der zerstörten Felder ist es den Menschen nach dem Hurrikan nicht mehr möglich für ihre Ernährung selbst zu sorgen. Auch die bisherigen Gebäude des Waisenhauses und der Schule wurden stark beschädigt. Umso glücklicher sind wir, dass unsere neuen Gebäude dem Sturm standgehalten haben und in der Notlage Zuflucht bieten konnten.

In der Woche danach reparierten wir mehrere Dächer am alten Waisenhaus und stellten ein Vorschulhaus auf dem neuen Gelände fertig. Ein weiteres wurde provisorisch nutzbar gemacht. Die Lage vor Ort spitzte sich aber immer weiter zu: Nahrungs- und Wasserknappheit, die Ausbreitung von Krankheiten sowie unsere fehlende Ausbildung/Ausrüstung für diese Katastrophenlage zwangen uns dazu den Baustellenbetrieb abzubrechen.

Wir unterstützen unsere Partnerorganisation momentan aus Deutschland und werden mit einem Team die Bauarbeiten an den Vorschulhäusern weiterführen und fertigstellen sobald es die Situation in Beaumont wieder erlaubt.

Der schrittweise Übergang vom alten zum neuen Waisenhaus ist nicht mehr in der geplanten Form realisierbar, da vie­les dort zerstört ist. Deswegen treiben wir nun die Planungen für weitere Ge­bäude des neuen Geländes beschleu­nigt voran, um schnellstmöglichst wie­der Wohn- und Lernraum herzustellen. Konkret bedeutet das den Bau der Wohnhäuser für die Waisenkinder und der Kantine.