Bikash Trinkwasser für das Dorf Brabal
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Status

Abgeschlossen

Begonnen

Mai 2015

Beendet

Juni 2017

Mitgliederzahl

30

Land

Nepal

Ort

Brabal

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Status

Abgeschlossen

Begonnen

Mai 2015

Beendet

Juni 2017

Mitgliederzahl

30

Land

Nepal

Ort

Brabal

Wie wir das Projekt abschlossen und was wir mitnahmen

Ende des Abenteuers! Wir müssen uns entschuldigen, euch so lange im Unwissen über unseren Verbleib auf den Weltmeeren gelassen zu haben, die Zeiten waren einfach zu aufregend für Blogeinträge.
Da wir Nepal mittlerweile alle verlassen haben, möchten wir an dieser Stelle noch eine Zusammenfassung unserer letzten Tage in Syabrubensi liefern. Gefolgt von einer kleinen Stellungnahme zum Müllprojekt an sich.

Am Tag vor unserer Abreise im Mai war es endlich so weit, die Dorfbewohner erhielten die lange ersehnten Mülleimer mitsamt Handschuhen, um das Projekt „CleanUp Langtang“ zu vervollständigen. Im Rahmen dieser Aktion, konnten wir nun wirklich alle Dorfbewohner erreichen, niemand versäumte sich das Starterpaket zur Mülltrennung abzuholen. Tags drauf hatten wir sogar eine rege Beteiligung an einem letzten Workshop zur Bedienung des Ofens. Den hatten wir mittlerweile ausgebessert, also erneut abgedichtet und das Problem der Schornsteinreinigung behoben.

Die Planen mit Anleitung zur Verbrennung und der Müllproblematik

Zum Thema der effektiven Benutzung ließen wir dem Dorf noch den Vorschlag da, dass entweder der erste Haushalt den Ofen anfeuert, seinen Müll verbrennt, dann zum Dorf zurückgeht und den nächsten Bewohnern Bescheid gibt. Oder aber dass sie mitsamt des Schildes zum Projekt eine Spendenkasse aufstellen, aus der diejenigen Bewohner bezahlt werden, die sich um die Verbrennung der Abfälle kümmern. Letzterer Vorschlag fand eine gute Zustimmung, die Umsetzung liegt in den Händen des Dorfes, da wir der Auffassung sind, ein solches Konzept nicht von uns aus einführen zu können.

Anschließend hieß es Abschied nehmen, wobei wir alle reichhaltig mit tibetischen Schals, genannt Kadag, geschmückt wurden. Er fiel also sehr herzlich aus.

Übergabe der Mülleimer für die Haushalte und den öffentlichen Bereich

Was wir sonst noch aus Nepal betreffend unsere Arbeit mitnehmen:
Geht man einige Höhenmeter das hinter Syabrubensi liegende Langtang-Tal hinauf, nehmen die noch sichtbaren Auswirkungen des Erdbebens von 2015 deutlich zu. Im Dorf Langtang selber ist der Wiederaufbau noch nicht abgeschlossen, zudem sollte auch erwähnt werden, dass hier nahezu die Hälfte der Bevölkerung dem Erdbeben selbst zum Opfer fiel.
In weiten Teilen des Landes ist der Staat kaum vorhanden, die Menschen sind sich selber überlassen. Beispielsweise wird zur Trinkwasserversorgung meistens der Leitungsbeginn in eine Quelle gelegt, das Wasser ohne weitere Filterung zu Siedlungen geleitet.
Entlang des Weges gestaltet sich die Kommunikation in den Hotels als schwierig; die Menschen sprechen meist nur bruchstückhaft Englisch, vom Lesen und Schreiben ganz zu schweigen. Bildung ist leider ein seltenes Gut in diesem Land und steht zum Glück auf der Entwicklungsagenda.
Dass es folglich auch eines Entsorgungskonzeptes, vor allem für die ländlichen Bere

Das fertige Fundament

iche, ermangelt, ist kein Punkt der Verwunderung. Selbstverständlich ist den Müll im Ofen zu verbrennen kein nachhaltiges Ziel. Umwelttechnisch gesehen ist es eine Besserung gegenüber liegenlassen oder im offenen Feuer entsorgen. An dieser Stelle müssen wir aber darauf hinweisen, dass man diese Praxis keineswegs am deutschen oder europäischen Kontext messen darf.
Somit kommen wir auch zum Thema Bildung zurück. Häufig sieht man während Fahrten mit Bus oder Jeep, dass es gesellschaftlich akzeptiert ist, seine Abfälle während der Fahrt einfach aus dem Fenster zu schmeißen, ungeachtet der Umgebung. Und dieses Verhalten wird schon den Kleinsten anerzogen. Das mag für uns irritierend sein, doch ein Beispiel aus unserem Alltag dürfte das Problem veranschaulichen. Man nehme nur das hiesige Verhalten,

Teilnehmer des letzten Workshops zur Bedienung der Anlage

Zigarettenstummel überall zu entsorgen. Daran dürfte zu erkennen sein, wie schwierig es ist eine solche Gewohnheit abzulegen. Infrastruktur kann unter den entsprechenden Gegebenheiten relativ schnell aufgebaut werden, Mentalität und Verhalten zu beeinflussen ist dagegen ein längerfristiger Prozess, den wir unter anderem mit unseren Projekten anstoßen möchten.

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