Gengutia Village Ein Dorf freut sich über unsere Unterstützung
image/svg+xml

Status

Abgebrochen

Begonnen

November 2012

Beendet

April 2015

Mitgliederzahl

22

Land

Indien

Ort

Gengutia, Odisha

image/svg+xml

Status

Abgebrochen

Begonnen

November 2012

Beendet

April 2015

Mitgliederzahl

22

Land

Indien

Ort

Gengutia, Odisha

Sanitärkomplex

Im zweiten Teil des Projektes wollen wir dem Wunsch der Dorfbewohner nach sanitären Einrichtungen nachkommen. Für die Bewohner gibt es zu Projektbeginn im ganzen Dorf keine Toiletten, sodass die Dorfbewohner zur Verrichtung ihrer Notdurft auf die umliegenden Felder gehen. Diese schlechten hygienischen Verhältnisse bringen zum einen gesundheitliche Risiken mit sich und zum anderen wird durch die nicht fachgerechte Entsorgung der Fäkalien das Grundwasser, und damit auch das Trinkwasser der Bewohner, verschmutzt. Besonders für Frauen besteht das Problem, dass sie tagsüber keinen sichtgeschützten Ort finden und deshalb nur nach Anbruch der Dunkelkeit auf die Felder gehen können um ihre Notdurft zu verrichten. Dabei sind sie der Gefahr von sexuellen Übergriffen und Schlangenbissen ausgesetzt.

Um die Situation grundlegend zu verbessern, haben wir verschiedene Toilettenkonzepte diskutiert und Bauplätze im Dorf ausgelotet. Ähnlich wie die von EWB in Uganda bereits gebauten Trockentrenntoiletten sollten in Gengutia Toiletten beruhrend auf dem Prinzip der Trennung von Urin und Fäzes gebaut werden.

Leider konnte es nicht zur Umsetzung des Toilettenbaus kommen. Der Hauptgrund ist, dass sich Ende 2014 herausstellte, dass unser Projektpartner, die VRO, seine internen Strukturen geändert hat und deshalb Gengutia keinem neuen „Cluster“ mehr zugeordnet ist. Es wurde damit begründet, dass die Entfernung nach Gengutia für die Mitarbeiter der VRO zu weit wäre und deshalb in Zukunft keine ausreichende Betreuung der Toiletten mehr gewährleistet werden können. Damit hätten auch die regelmäßig notwendigen Hygieneschulungen für die Dorfbewohner nicht mehr von der VRO übernommen bzw. begleitet werden können. Diese wären jedoch von großer Bedeutung für den Erfolg des Projektes gewesen.
Des Weiteren hatte sich die politische Lage geändert und der Bau von Schultoiletten wird mittlerweile vom Staat vorangetrieben. Aus diesem Grund werden keine Baugenehmigungen mehr für Toiletten auf staatlichen Flächen erteilt, wodurch der ursprünglich geplante Bauplatz auf dem Schulgelände nicht mehr in Frage kam. Die Planung von mehreren Toiletten auf einem neuen Bauplatz, dem Dorfplatz von Gengutia, gestaltete sich als schwierig, da konkrete Wünsche und Vorstellungen leider nur sehr stockend und unvollständig an uns herangetragen wurden. Zum Schluss wurde uns als Alternative von der VRO vorgeschlagen die Jungenschule in Gonasika mit Toiletten zu versorgen. Allerdings mussten wir dann erfahren, dass es Entführungen, insbesondere von Ausländern, in der Umgebung gegeben hatte und uns deshalb von einer Umsetzungsreise abgeraten wurde. Die von der VRO vorgeschlagene reine Geldspende kam jedoch aufgrund der Ideologie von EWB nicht infrage.

Selbst ein Treffen im Oktober 2014 mit Peter Daniel, dem Vorsitzenden der VRO India, und fünf aktiven Mitgliedern der Organisation VRO Deutschland und die Unterstützung zweier Inder, die in Deutschland leben und von unserem Projekt erfahren hatten, konnten das Projekt nicht weiter voran bringen, weshalb unser Projekt nicht wie geplant abgeschlossen werden konnte.