Iyolwa – Water & Sanitation Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Bonni & Daniel sind zufrieden - Stützenschalung läuft!

Eine Brise feuchter Morgenluft schleicht durchs Haus. Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen Iyolwa erreichen, begeben sich Father Thomas und die beiden Brüder Leo und Edward zum morgendlichen Gebet. Die tiefen Töne des dialogartigen Gebetes und das frühe Krähnen des Hahnes lassen auch die ersten EWB’ler erwachen.

Laura, Lisa und Chris sind wie immer die ersten am Frühstückstisch. Spätestens um 7 Uhr trödeln auch Dani, Fabi und Tobi ein. Heute scheint unsere Köchin Judith einen guten Tag zu haben: die Chapatti (ugandische „Pfannenkuchen“) sind riesig und es gibt Spiegeleier. Natürlich darf aber auch unsere eigene Chapatti-Kreation mit Erdnussbutter, Honig und Banane nicht fehlen.

Zur gleichen Zeit eilen die letzten Schüler der Francis de Sales Secondary School zur Dining Hall. Um Punkt 7 Uhr beginnt die Morgenandacht. In der heutigen Predigt geht es um das Thema Engel. Ein Schüler hält eine Lesung und es wird gesungen. Für mehr ist im morgendlichen Zeitplan kein Platz. Nach einigen Sätzen des Direktors stürmen die Schüler zur Frühstücksausgabe. Noch 20 Minuten bis der Unterricht beginnt.

Ebenfalls um kurz vor 7 Uhr machen sich die Arbeiter zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf zur Baustelle. Es geht über kleine Pfade vorbei an Maisfeldern, Kasawapflanzen und mehreren  Lehmhütten. Über die Iyolwaroad geht es schnurgeradeaus bis sie die Pforte der Schule erreichen. In der Regel sind alle Arbeiter bereits sehr zeitig auf der Baustelle bevor wir EWB´ler mit unserem Hilux und den Werkzeugen angerattert kommen.

Auch die Schüler haben sich direkt neben unserer Baustelle in ihren Klassenzimmern versammelt. Gegen 8 Uhr kommen alle so richtig in Fahrt. Wir sechs EWB`ler können nach einer kurzen Besprechung mit unserem Vorarbeiter Moses die Aufgaben für den Tag verteilen. Gemeinsam mit der zwölf Mann starken Arbeitertruppe machen wir uns ans Bewehrung binden, Mauern und Betonieren.

 

Durch das Fenster des angrenzenden Klassenzimmers kann man erahnen, dass in der ersten Schulstunde Physik unterrichtet wird. Die Formeln des Hook`schen Gesetzes sind nicht zu überhören. Nach drei Stunden Arbeit ist ein kurzes Breakfast für die Arbeiter angesagt. Es gibt Reis mit Bohnen. Und weiter geht’s. Die durchmischten Teams stellen sich schnell aufeinander ein, sodass die ersten Nägel und ISSB-Steine einander gekonnt zugeschmissen werden. Den ein oder anderen Kniff lassen wir uns gerne von den ugandischen Arbeitern zeigen. Auch sonst werden wir an die Hand genommen. Und das kann man teilweise auch wörtlich nehmen, denn in Uganda ist es üblich, dass befreundete Männer Händchen halten.

Nach dem Mittagessen um 14 Uhr treffen alle wieder munter auf der Baustelle ein. Die Schüler erfahren währenddessen im Geschichtsunterricht mehr über Kriegsformationen ostafrikanischer Stämme. Nachmittags werden die Stützen des Technikgebäudes betoniert. Es heißt mal wieder: „Kokotto, kokotto“. Und nun nimmt die Baustelle eine dreidimensionale Form an. Mit der ausgeliehenen Rüttelflasche verdichten wir den Beton so gut es geht, während die Arbeiter sich mit beneidenswerter Koordination die Betonschüsseln zuwerfen. Die Maurer stehen währenddessen in der Zisterne und ziehen die Wände spiralförmig in die Höhe.

Es wird voll um die Baustelle – Schule geschafft für heute! Auf der linken Seite der Baustelle stürmen die Mädchen zu ihren Internatszimmern, zur Rechten die Jungs.

 

Auch auf der Baustelle ist der Feierabend in Sicht. Bevor die Arbeiter mit einer Unterschrift im „Signbook“ ihre heutige Anwesenheit bestätigen können, müssen noch zwei Dinge erledigt werden: alle Werkzeuge gesäubert und geordnet auf die Ladefläche des Hilux laden und beide Zisternen abdecken. Hierfür wurde eine extra angefertigte, dachstuhlartige Holzkonstruktion von Vincent gebaut. Diese soll die Zisterne vor den kräftigen, zur Abendzeit einsetzenden Regenschauern beschützen. Das Anbringen der Abdeckung kann man auch als krönenden Abschluss eines langen Arbeitstages bezeichnen. Mit letzter Kraft und viel Geschrei wird die Abdeckung über das Zisternenloch gehieft. Feierabend!

Zusammenfassendes Update zur Baustelle: Die Stützen des Technikgebäudes und einer Zisterne sind betoniert. Außerdem konnten die anfänglichen Schwierigkeiten der Zisternenwandbewehrung behoben werden und man konnte mit dem Mauern und Betonieren der Zisternenwand beginnen. Seit Freitag unterstützt uns tatkräftig Mama Linus auf der Baustelle.

Und wie versprochen informieren wir natürlich noch über das mit Spannung erwartete Match zwischen uns und den Schülern. Mit Linus wurde unser Fußballteam so auch um einen weiteren Mitspieler verstärkt. Nach einer langwierigen Taktikbesprechung konnte das Spiel schließlich ohne weitere Zwischenfällen durch Gewitter oder ähnliche nicht beeinflussbare Faktoren angepfiffen werden. Alle Beteiligten gaben alles, sodass es letztlich zu einem hochverdienten 2:2 Unentschieden gekommen ist.

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