Iyolwa – Water & Sanitation Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Rege Diskussion bei der Planung des Ringankers zwischen Tamo und Andi.

Stromausfälle gehören in Uganda zum Alltag, so wunderte es uns auch nicht weiter, als am Montagabend das Licht ausfällt. Dass jedoch die Stromversorgung fast die komplette Woche ausbleibt hat auch unserer Gastgeber Father Thomas noch nicht erlebt.
Fünf Tage ohne Strom, was in Deutschland vermutlich zu leer gekauften Supermärkten und dem Zusammenbruch der Solidargesellschaft geführt hätte, löst bei den Einheimischen nur ein müdes Lächeln aus.
Doch auch auf der Baustelle spüren wir den Verlust der Elektrizität…

Tag 1, Montag 23.10.

Der Stromausfall nach einem heftigen Gewitter  erwischt Lorenz unter der Dusche und er muss seine tägliche Hygiene im Dunkeln fortsetzen. Immerhin: Da der Wasserdruck durch einen Hochtank sichergestellt wird, fließt das Wasser weiterhin.

Tag 2, Dienstag 24.10.

Der erste Baustellentag ohne Strom. Bis auf die ausbleibende Belüftung der Zisterne durch unseren Ventilator ist keine Veränderung zu bemerken. Da die Trocknung der ersten Zisterne wichtig für das anstehende Verputzen ist, wird mit Hochdruck an einer Alternative gearbeitet.
Nachdem die ersten Ideen („Legen wir doch ein Feuer in der Zisterne“) von der veranwortungsbewussten Baustellenleitung verworfen werden, wird in enger Zusammmenarbeit mit der Projektgruppe in Deutschland eine Lösung gefunden: Ein 200 mm Rohr wird mit schwarzer Folie umwickelt und in die Zisterne gestellt, durch die Erwärmung der Luft im Rohr soll ein Kamineffekt erzeugt werden. Und tatsächlich: an dem einbetonierten Zuflussrohr ist ein leichter Luftzug spürbar. Not macht ja bekanntlich erfinderisch.

Tag 3, Mittwoch 25.10.

Cocotto, cocotto! Der zweite Zisternendeckel will trotz Stromausfall betoniert werden.
Ein Problem stellt die benötigte Wassermenge dar. Zwar werden manche Tanks von solarbetriebenen Pumpen gespeist, doch die Wasserversorgung in Baustellennähe ist nicht mehr gewährleistet. So wird kurzerhand ein 1000 Liter Tank auf unserem Hilux platziert und Lorenz nutzt die Gelegenheit um seine ohnehin schon ausgeprägte Gesäßmuskulatur mit der Fußpumpe noch weiter zu formen.

 

Tag 4, Donnerstag 26.10.

Das Ausschalen der seitlichen Hochtankschalung, sowie der Schalungsbau für den oberen Ringanker stehen an. Da das Ende des Stromausfalls nicht absehbar ist, müssen wir den Gebrauch der Akkuschrauber sorgsam rationieren.
Durch die Abwesenheit von künstlich erzeugtem Licht passen wir unseren Tagesrythmus den Sonnenstunden an und sind oft schon um neun Uhr im Bett.

Tag 5, Freitag 27.10.

Dem ersten Akkuschrauber geht der Saft aus, dafür ist die Schalung für den Ringanker fast fertiggestellt.
Außerhalb der Baustelle beginnt der Kampf um die letzte Powerbank um noch ein paar Prozent Handyladung abzubekommen um mit den Liebsten aus Deutschland in Kontakt zu bleiben.

Tag 6, Samstag 28.10.

Auch der zweite Akkuschrauber gibt den Geist auf.
Die letzten Schalungsbretter müssen wohl oder übel mit dem Schraubenzieher oder Hammer und Nagel angebracht werden. Trotz der Hindernisse gelingt es uns die Schalung fertigzustellen und am späten Nachmittag wird erneut betoniert.
Da der Beton nun trocknen muss, können wir uns auch ohne schlechtes Gewissen den Sonntag freinehmen.
Als wir nach dem anstrengenden Arbeitstag zu unserer Unterkunft kommen, erwartet uns eine weitere Überraschung: „Power is back!“. Zu unserer Enttäuschung gibt es nun aber kein Wasser mehr. Der Hochtank ist leer, das bedeutet Katzenwäsche! Danach erwartet uns dann aber wenigstens ein kühles Bier aus dem wieder funktionierenden Kühlschrank!

Fazit

  • Trotz des Stromausfalls haben wir eine produktive Woche auf der Baustelle gehabt und der Rohbau ist bis auf das Dach abgeschlossen. Mit dem Betonieren des zweiten Zisternendeckels fällt eine Baustelle weg und wir können uns dem Aufholen des Bauablaufplans widmen.
  • Lorenz Gesäßmuskulatur kann sich nun wirklich sehen lassen
  • In der Gruppe wirkt sich die Abwesenheit weiblicher Gesellschaft zunehmens auf die Gesprächsthemen und Umgangsformen untereinander aus
  • Zum allgemeinen Wohlbefinden trägt auch das Erreichen eines weiteren Meilensteins bei: Baustellenleiter Andi hat nach mehreren Wochen harter und schweißtreibender Arbeit endlich seine Arbeitshose gewaschen!

Nachtrag

Keine 24 Stunden später, nach dem schnellen Aufladen aller Powerbanks und Akkus und kurz nach der Beendigung dieses Blogeintrags, sind wir mit dem nächsten Stromausfall konfrontiert. Wir hoffen, dass dieser nicht wieder so lange dauert!

 

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