Iyolwa – Water & Sanitation Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Nach fast einer Woche ohne Strom konnten wir glücklicherweise wieder auf einer elektrisierten Baustelle arbeiten. Ohne wäre es diese Woche kaum denkbar gewesen; auf dem (neuen) Zeitplan standen mit dem Bau des Dachs, dem Anbringen der Fallrohre an das Schulgebäude und dem Bau des First-Flush-Filters gleich mehrere Baustellen bei denen wir zwingend auf Strom angewiesen waren. Dadurch entbrannte nun der Kampf um die Akkuschrauber, Bohrmaschine und einzige Kabeltrommel auf der Baustelle.

Neben dem klassischen Bohren von Löchern wurde unsere Bohrmaschine kurzerhand mit etwas Schleifpapier und einem Holzklotz von unserem Tüftler Lorenz zu einer Abschleifmaschine für Rohre umfunktioniert, die das Ineinanderstecken und Verkleben der Fallrohre erleichtern sollte. Nicht nur bei dieser Erfindung, sondern auch beim Bau des First-Flush-Filters zogen wir die etwas kritischen und verwunderten Blicke der Arbeiter auf uns.

Der First-Flush-Filter dient dazu den groben Schmutz, der sich nach längeren Trockenphasen auf den Dächern sammelt und bei Regen mitgenommen wird, schon vor den Zisternen abzuscheiden. Über ein T-Stück fließt das gesammelte Schmutzwasser zunächst in einen kleinen Tank, der wenn gefüllt, von einem Schwimmkörper verschlossen wird. Der restliche (nicht mehr so schmutzige) Regen kann nun einfach in die Zisterne fließen. Somit werden unsere Pumpe und die Sandfilter nicht so stark beansprucht. Wenn auch dieser Plan relativ einfach klingt, hat uns der Schwimmkörper, der unsere großen Rohre verschließen soll, und dessen Führung einige Kopfschmerzen bereitet. Nach zwei Tagen experimentieren, einigem Gekritzel von mathematischen Gleichungen auf Plywood, steht nun ein Prototyp zur Erprobung bereit.

 

Auf den anderen Baustellen ist es diese Woche etwas gemütlicher zugegangen. Zwar haben wir mit dem Beginn des Innenausbaus des Gebäudes, dem Ausschalen der Zisternen und dem Bau des Dachs einige Fortschritte erzielt, jedoch wurden wir häufig durch das Fehlen von essentiellen Bauteilen aufgehalten. Dies hatte nicht nur häufige Einkaufsfahrten nach Tororo zur Folge, sondern ließ uns auch die Ankunft der letzten Reisegruppe (und damit der Bauteile aus Deutschland) noch sehnsüchtiger erwarten. Zu unserer großen Freude und Überraschung dürfen wir nächste Woche nicht nur Manon und Wolfram in Uganda begrüßen, sondern auch Flo, der uns nach Abschluss seiner Masterarbeit für einige Wochen auf der Baustelle unterstützen wird.

Sorgenkinder bleiben weiterhin unsere Zisternen, deren Trocknung nur schleppend vorangeht. Die bisherigen Versuche mit Kaminrohr oder Ventilatoren haben nur begrenzt Wirkung gezeigt. Nach Beratung mit dem Bauingenieurteam in Deutschland wurde der Plan für einen selbstgebauten Raumtrockner entwickelt. Wieder waren hier die kreativen Köpfe von unseren Tüftlern Linus und Lorenz gefragt, die innerhalb von einem Tag einen Ofen zur Beheizung eines Blechrohres gebaut haben. Durch das Rohr wollen wir warme Luft mit dem Ventilator in die Zisterne blasen um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen. Das Anzünden und Bewachen des Ofenfeuers haben wir dabei für einen gemütlichen Ausklang der Woche genutzt.

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