Iyolwa – Water & Sanitation Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Materialbedarf und Sonderwünsche führen uns nach Jinja an den Nil, was unsere EWBler gerne nutzen um sich eine wohlverdiente Pause zu gönnen.
Aber die Frage bleibt offen: „Wird das Wochenende tatsächlich so entspannt werden wie erhofft?“

Vor dem wöchentlichen Einkauf in Tororo mussten wir Montag morgen zunächst unseren alten Hilux bei der nahegelegenen Pfarrei abholen. Beim letzten großen Regen ist er auf seinem alten Parkplatz eingeschlafen und versunken. Nach langer Überzeugungsarbeit konnte er durch das Versprechen ihm in Tororo eine Massage zu gönnen aus seinem Tiefschlaf geweckt werden. Die Streicheleinheiten mit dem Massageöl und aufmunternde Klopfer mit dem Hammer der ugandischen Mechaniker taten ihm so gut, dass er sogar wieder begann alle 4 Hufe gleichzeitig zu schwingen. Sein lautes Brummen veranlasste uns jedoch dazu ihm 2 Tage Pause zu gönnen…

Da wir Verschiedenstes für die Baustelle benötigten, die wir in Tororo nicht bekommen konnten, entschieden wir uns, in die nächstgrößere Stadt, Jinja, zu fahren. Da der Nil durch Jinja fließt, haben wir gleich noch die Möglichkeit genutzt und einen Tag Urlaub dran gehängt.

Freundlicherweise gestattete uns unser Projektpartner Thomas den Van der Schule als Ersatz für unseren Hilux zu nehmen.

Am Freitag wurde also schnell alles Nötige in die Rucksäcke geschmissen inklusive der dreckigen Baustellenklamotten, die nach mehreren Wochen auch mal wieder heiß gewaschen werden wollten. Anschließend wurden die letzten Tagesziele auf der Baustelle abgeschlossen. Außerdem kam Ali und baute uns eine Photovoltaikanlage aufs Dach, sodass bald auch Strom für unsere Pumpe bereitsteht. Die letzten Anweisungen für Moses wurden gegeben und dann ging es auch schon mit super Laune los.

Nach zwei Pausen und drei Stunden Fahrt kamen wir schließlich in einem der typischen Touri-Urlaubsressort mit schönster Aussicht auf den Nil an, wo wir den Abend noch gemütlich ausklingen ließen.

Nach einem typischen English Breakfast fuhren wir am nächsten Morgen in die Stadt. Ausgestattet mit langen Einkaufslisten bildeten sich zwei Teams. Durch Empfehlungen von Thomas fand Team Baustelle schnell den ersten Hardware Store, selbst die Befestigung für die Regenrinnen waren hier kein Problem. Zum Zuschneiden von zwei Rechtecken wurden wir in den Schweißerladen gegenüber geschickt. Zwischen beachtlich hoch gestapelten Metalltüren und Fensterrahmen wurde dort fleißig geschweiß, geflext und gehämmert. Schnell fanden wir einen Arbeiter mit dem wir uns nach zähen Verhandlungen einigen konnten uns zwei Stahlplatten in den richtigen Größen zuzuschneiden. Dachten wir zumindest.

Nach zwei Stunden kamen wir wie verabredet wieder zurück. Der Schweißer war allerdings nicht mehr ausfindig zu machen und auch sonst konnte sich keiner an den Auftrag erinnern. Wohl oder übel mussten wir also unseren Auftrag nochmals neu verhandeln. Diesmal konnten wir aber zumindest eine Handynummer bekommen, um mit Andrew in Kontakt bleiben zu können. Dieser schwang sich als gleich auf sein Fahrrad, um bei seinen Freunden Metallstücke in möglichst passender Größe zu finden. Für uns hieß es wieder Warten.

Währenddessen war aber auch die Gruppe für die alltäglichen Dinge nicht untätig. Auf dem entsprechenden Einkaufszettel standen überwiegend Lebensmittel und Konsumgüter für den persönlichen Gebrauch. Da der Jinja-Market zu Fuß zu erreichen war, wurde dieser zur ersten Anlaufstelle. Der Markt entpuppte sich als ein von außen unansehnlicher, mehrstöckiger Betonklotz. Innen jedoch erwartete uns neben aufgetürmten Obst- und Gemüsebergen auch eine exotische Geruchsmischung aus den angebotenen Gewürzen. Wie wir später von Thomas erfahren sollten ist eine solche Auswahl in Uganda eher selten und in Jinja nur zu finden, weil die Stadt großteils von Indern aufgebaut wurde. Insgesamt konnte dort schon einen Großteil des Einkaufs erledigt werden. Nach einem kurzen Stopp im vergleichsweise gut sortierten Supermarkt, meldeten sich unsere Mägen zu Wort und wir machten uns auf den Weg zu dem vereinbarten Treffpunkt am Ufer des Victoriasees auf. Dank Lorenz´ durchaus begründeter Skepsis an der Fahrweise der Boda-Boda –Fahrer (Ugandische Motorradtaxis) konnten wir auf dem Fußweg dorthin auch noch etwas von der Stadt sehen.

Mit etwas Verspätung traf dann auch das Baustellenteam am Treffpunkt ein und wir konnten den anstrengenden Tag mit einem bezaubernden Sonnenuntergang ausklingen lassen, was die Wartezeit etwas versüßen sollte. Kurz vor Feierabend ging es dann wieder zurück zu unserem Lieblingsschweißer. Andrew war aber nicht da. Wir befürchteten schon, dass wir weder unser Geld, noch unsere Stahlplatten sehen würden. Nach etwa 10 Minuten kam Andrew schon jetzt stolz wie Oscar mit zwei Metallplatte auf seinem Fahrrad angecruised. Das Zuschneiden war dann nach der vierstündigen Suche eine Kleinigkeit, somit konnten wir endlich den letzten Punkt von der Materialliste streichen. Einziges Manko: Durch die Stahlplatten-Odyssee musste der geplante Getränkeeinkauf abgesagt werden. Dadurch ist der Fall eingetroffen, den manch einer als „Das Schlimmste“ bezeichnen würde.

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