Iyolwa – Water & Sanitation Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

39

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Schwerer Abschied: Zwei EWBler mussten uns diese Woche verlassen. Während sie zwei gemütliche Tage und Nächte in Kampala erwarteten, hatten die restlichen EWBler mit einigen Problemen auf der Baustelle zu kämpfen.

Diese Woche mussten wir uns schweren Herzens von unseren liebgewonnen EWBlern Lorenz und Tamo trennen. Die Beiden verbrachten am Montag ihren letzten Tag auf der Baustelle und machten sich am darauffolgenden Tag auf den Weg in die pulsierende Hauptstadt Kampala. Lorenz und Tamo hinterließen eine große Lücke in unserer Gruppe. Die zwei Jungs, die sich auf ihrer Reise am nächsten kamen, waren ein Garant für lustige Sprüche, gute Stimmung auf der Baustelle und angeregte Unterhaltungen beim Abendessen – ein Traumpaar wie aus dem Bilderbuch.

Zurück blieben fünf EWBler, die in den letzten drei Wochen der Bauphase noch allerhand zu tun haben. Verandas für die Zisternen bauen und verputzen, zwei Waschbecken am Gebäude bauen, das Hochtankgerüst streichen, Wassertanks im Gebäude anschließen, Sandfilter vorbereiten und die dritte Regenwasserleitung im Schulgebäude anbringen sind nur ein kleiner Teil der Aufgaben für die folgenden Wochen.

Am Montagmorgen gab es aber zunächst ein böses Erwachen. Als unsere Arbeiter am Samstag wie besprochen ohne uns das Hochtankgerüst verputzten, landete ein merklicher Teil des Mörtels nicht an den erwünschten Stellen. Auch die frisch gestrichene Gebäudewand und das Dach sollten ihre Ladung abbekommen. Nach der darauffolgenden Standpauke vom Baustellenchef war die Stimmung gedrückt. Das gewohnte laute Gelächter und Getratsche auf der Baustelle blieb aus. Zu unserer Erleichterung konnte der entstandene Schaden aber bis Dienstagabend behoben werden. Und so besserte sich auch die Stimmung auf der Baustelle in den darauffolgenden Tagen wieder. Am Mittwoch wurde dann schon wieder ausgelassener gequatscht und gelacht.

Doch die nächste unerwartete Komplikation ließ nicht lange auf sich warten. Als am Donnerstagmorgen unser Auto beim Starten wie gewöhnlich hustete und prustete bis es durch den gefühlvollen Gasfuß von Flo endlich ansprang, dachten wir uns noch nicht viel dabei. Doch beim erneuten Starten wollte das Auto nicht mehr angehen und wir waren gezwungen den Mechaniker unseres Vertrauens zu konsultieren. Dieser beugte sich über den staubigen Motorraum und suchte nach der Ursache. Schnell war der Übeltäter gefunden – der Sicherungskasten. Glücklicherweise hatte er die passenden Ersatzteile dabei, sodass im Nu die durchgebrannten Sicherungen ausgetauscht waren und die alte Dame wieder zufrieden vor sich hin röchelte.

Zur gleichen Zeit wurde im Westflügel des Schulgebäudes 18 Meter Rohr verklebt und in einem Stück an die Decke gehängt. Mit genug Muskelkraft und bester Koordination hievten Donosio, Paul, Lawrence, Linus und Wolfram das Rohr auf drei Meter Höhe, um es dort mit Hilfe von Rohrschellen zu befestigen. Die größte Schwierigkeit sollte aber nicht das Gewicht der Rohre sein, sondern das insgesamt 45 Meter lange Rohr mit dem passenden Gefälle und drei Regenrinnenanschlüssen an der Decke zu montieren. Hierzu ist maßgenaue Arbeit mit Schlauch- und Wasserwaage, Bohrhammer sowie Säge notwendig.

Um und in unserem Gebäude kommen wir dem Abschluss der Arbeiten immer näher. Die Wassertanks und Sandfilter im Gebäude werden nach und nach angeschlossen. Gleichzeitig nehmen die Waschbecken Form an. Die Bohrlöcher für die Wasserhahnarmaturen stellten sich allerdings als größeres Problem dar als gedacht, da die ISSB-Steine beim Bohren großer Löcher sehr schnell brechen können. Zusätzlich fiel dann auch noch der Strom aus und die Mehrfachsteckdose streikte. Bei den Maurern verlief die Arbeit reibungsloser. Sie haben die erste Zisterne von außen vollständig verputzt und die Veranda unseres Gebäudes fertiggestellt.

Zum feierlichen Abschluss der Woche und Freude von Thomas und der Köchin Judith kochten wir am Samstagabend leckere Linsen mit Spätzle. Doch damit sollte es noch nicht genug sein. Am Sonntag feierten wir den Geburtstag vom witzereißenden Wolfram bei leckerem indischen Essen und genossen den Ausklang einer durchwachsenen, aber dennoch konstruktiven Woche.

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