Lankaponics
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Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

33

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyatalawa

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Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

33

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyatalawa

Technische Details

Funktionsweise einer Aquaponik Anlage

Eine Aquaponik Anlage besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten. Der Aquakultur mit den Fischtanks, der Hydrokultur bestehend aus Grow Beds für die Pflanzen und  einem Filtersystem zwischen den zwei Systemen. Der von den Fischen ausgeschiedene Mulm wird in zwei Stufen gefiltert, um eine Nährlösung für die Pflanzen zu gewinnen.

Im mechanischen Filter werden zuerst die Feststoffe herausgefiltert, da diese zu einer Verstopfung des Systems führen können. Getrocknet können diese jedoch als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden. Im zweiten Filter, dem Biofilter, wird Ammoniak durch nitrifizierende Bakterien über das Zwischenprodukt Nitrit in Nitrat umgewandelt. Dieses kann vom Gemüse aufgenommen und verwertet werden.

Die so entstandene Nährlösung wird anschließend weiter in die Grow Beds geleitet, wo die Pflanzen die von ihnen benötigten Nährstoffe aus dem Wasser filtern. Das durch die Pflanzen gefilterte Wasser wird anschließend mit einer Pumpe zurück in die Fischtanks geleitet, womit sich der Kreislauf schließt.

Der Bau einer solchen Anlage bietet sich vor allem in Gebieten mit wenig Wasser an, da für dieselbe Menge an Fisch und Gemüse bis zu 80% weniger Wasser benötigt wird, als in der traditionellen Landwirtschaft. Es ergeben sich allerdings auch andere Vorteile, wie die kleinere Anbaufläche, die Vermeidung von Pestiziden und das geringere Krankheitsrisiko für die Pflanzen. Dies sorgt alles in allem für den enormen Erfolg des Aquaponik Verfahrens.

Funktionsweise einer Aquaponik-Anlage

Unsere Anlage

Die Anlage soll aus sechs voneinander getrennten Modulen bestehen, um das System besser regeln zu können und das Risiko von Krankheiten zu minimieren. Kommt es in einem Modul dazu, dass das sensible ökologische Gleichgewicht kippt, sind die anderen Module aufgrund der Teilung davon nicht betroffen.

Die Aquakultur jedes Moduls besteht aus vier räumlich getrennten Becken in denen sich Fische unterschiedlicher Wachstumsstadien befinden. Insgesamt wollen wir auf diese Weise sicherstellen, dass die Menge an Ausscheidungen, welche durch die Fische produziert wird, annähernd konstant ist. Die vier Becken haben insgesamt ein Volumen von zehn Kubikmetern und sind an den Gesamtwasserkreislauf des Moduls angeschlossen. Es ergibt sich also für die gesamte Anlage ein Gesamtvolumen von 90 Kubikmetern für die Fischtanks. Das mit Nährstoffen angereicherte Wasser wird über die Filtersysteme in die Anbaufläche geleitet. Diese wollen wir aufgrund der höheren Flexibilität in Bezug auf die Auswahl der angebauten Pflanzen als Media Beds umsetzen, in denen die Pflanzen nur durch ein Trägermedium gehalten in die Nährlösung wachsen. Pro Modul haben wir so eine Anbaufläche von 180 Quadratmetern, was eine insgesamte Anbaufläche der Anlage von 1080 Quadratmeter ergibt.