Beaumont Studenten bauen Kindern in Haiti eine Zukunft
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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

61

Land

Haiti

Ort

Beaumont

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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

61

Land

Haiti

Ort

Beaumont

Mit dem Jahreswechsel ist auch das letzte Team der Bauphase 7 wieder sicher in Deutschland gelandet. Damit waren insgesamt 22 Mitgliedern, unterteilt in 5 Teams, 4 Monate lang vor Ort. Zusammen haben wir 3 weitere Gebäude auf dem neuen Waisenhausgelände errichtet, dabei mehr als 250m² Trapezblech gelegt und mehr als 1.200 Dachschrauben gesetzt. Außerdem hatten wir mit einem Bagger und einem Kran gleich zwei schwere Baumaschinen auf der Baustelle.

Wir wollen die letzte Bauphase noch einmal mit euch Revue passieren lassen und euch auf die Baustelle mitnehmen – von der ersten Baggerschaufel, über das Richtfest des Klassenraums bis hin zur ersten eingebauten Tür in der Kantine.

Ein Bagger rollt auf die Baustelle

Den Anfang der Bauphase und damit die Zeit von Team 7.1 bestimmte unser geliehener Baggerlader “James”. Nach der aufregenden Organisation dieses Leihgeräts, half uns James beim Ausheben des Latrinenlochs, der Klassenraumfundamentgräben und beim Einebnen der Kantine. Für letzteres mussten 28 m³ felsiges Gelände auf der einen Seite abgetragen und auf der gegenüberliegenden Seite wieder aufgeschüttet werden. Die bis zu 2,5 m großen Steine aus der Erde zu ziehen, war dabei für Mensch und Maschine wohl die größte Aufgabe. Unser Team kostete das viele Nerven und James leider den ein oder anderen Zahn seiner Baggerschaufel. An freien Tagen konnten sich alle jedoch wieder erholen: Das Team sammelte neue Energie und James wurde mit viel Liebe geölt und repariert.

Ein weiterer Klassenraum ist fertiggestellt

Das erste Gebäude der 7. Bauphase war ein neuer Klassenraum. Anders als der Klassenraum aus Bauphase 6 in Holzbauweise, wurde dieser in Mauerwerksbauweise gebaut. An einem langen und anstrengenden Betonagetag wurde dafür zunächst das Fundament betoniert auf welches anschließend die haitianischen Maurer die Wände mauerten. Zur Stabilisierung der Mauern mussten danach noch Stützen und ein Ringanker betoniert werden. Haufenweise Eimer voller Beton wurden hierfür mit reiner Muskelkraft und vielen helfenden Händen in die 2,30 m hohe Ringankerschalung gekippt.

So ganz ohne Holz ging es dann aber beim Dach doch nicht: Hierfür wurden neun Dachbinder gefertigt, auf den Ringanker gehievt und dort in einem Balance-Akt verschraubt.

2 Monate nach der ersten Baggerschaufel für den Fundamentgraben konnte schließlich das letzte Dachblech verschraubt werden.
Der Aufwand: 400 Mauersteine, 2 km Stahl, 12 m² Beton, 500 m Holz, 75 m² Trapezblech, viel Schweiß und Muskelkater.
Die Belohnung: Ein weiterer Klassenraum, indem im nächsten Schuljahr eine weitere Klasse auf dem neuen Waisenhausgelände unterrichtet werden kann, steht.

Die neue Latrine ist eröffnet

Für die wachsende Zahl an Schülern wurde in dieser Bauphase zudem eine zweite Latrine in Nähe zu den neu gebauten Klassenräumen errichtet. Knapp 45 m³ Erde wurden dafür schon zu Beginn der Bauphase von Bagger “James” ausgehoben. Eingefasst wurde das drei Meter tiefe Loch mit einem Betonkranz, der als Auflage für die 600 kg schweren Stahlbetonplatten dient. Darauf wurde schließlich ein Holzaufbau gebaut, der mit Wellblech verkleidet und überdacht wurde. Kurz vor Ende der Bauphase konnten noch einige Toiletten und ein Waschbecken eingebaut werden, sodass die Latrine pünktlich zum Schulstart Anfang Januar schon teilweise genutzt werden konnte.

Die Kantine ist bereit für den Innenausbau

Das letzte Gebäude der Bauphase: Die Kantine

Die Kantine ist für uns ein Pilotprojekt: Gebaut aus 4 Überseecontainern, die als Küche, Essenslager, Spüle und Vorbereitungsraum dienen. Das Organisieren der einzelnen Container in ausreichend guter Qualität war nicht die einzige Herausforderung. Diese mussten schließlich auch vom Hafen in die Berge Haitis nach Beaumont transportiert werden. War das erstmal geschafft, mussten sie noch zentimetergenau auf den Fundamente platziert werden. Eines war allen klar: Ohne Kran können die 2,5 t Container nicht bewegt werden.

Somit rollte nach einer langen Suche nach dem richtigen Gerät für diese Aufgabe, gleich die zweite schwere Maschine in dieser Bauphase auf unsere Baustelle – ein Kran – mit dem unser Kranfahrer Sascha innerhalb von 4,5 h einen Container nach dem anderen auf die richtige Position stellte.

Kaum standen die Container, ging es direkt weiter: die Bodenplatte wurde betoniert, der Estrich gelegt und es wurden jede Menge Türen und Fenster in die Containerwände geschnitten und eingerahmt. Für das Dach mussten 18 Dachbinder mit einer Länge von 8,5 m und einer Höhe von 1,2 m gebaut, aufgestellt und mit Trapezblech gedeckt werden.

Mit dem Innenausbau, sowie der Gasinstallation wird es in den nächsten Bauphasen weitergehen, sodass in der Kantine schließlich ca. 400 Mahlzeiten täglich zubereitet werden können.

Abschließend können wir wieder mit Stolz auf eine Bauphase zurückblicken, in der wir mit viel Schweiß und Manpower unser Projekt ein großes Stück weitergebracht haben. Zum Glück hatten wir dabei Unterstützung von einem Bagger und einem Kran, deren Einsatz zwar besonders viel Koordination und Planung im Voraus forderte, uns aber viel schneller hat vorankommen lassen.

Und wieder ist es unglaublich beeindruckend, was in vier Monaten vor Ort durch eine großartige Teamarbeit an Erdmasse bewegt und an Gebäuden gebaut werden kann. Ein großer Dank geht deshalb an die Teammitglieder, die in Haiti geschwitzt haben, aber auch an die Mitglieder in Deutschland, die viel Zeit und Arbeit in die Planung und Finanzierung der Gebäude gesteckt haben!

Auf dass das Jahr 2019 genauso erfolgreich wird wie das letzte!

Euer Projekt-Team Haiti

3 Kommentare


  1. Ich habe großen Respekt vor eurer Leistung! Es ist toll wie ihr euch einsetzt!
    Herzlichen Glückwunsch zu euren Erfolgen!

    Antworten

  2. Das ist alles sehr beeindruckend!!
    Mit großem Dank und herzlichen Grüßen aus Lahr
    Manfred Sickmann

    Antworten

  3. Liebes Bauteam,
    immer wieder von neuem beeindruckt von euren Ideen, z.B. Container in eine Kantine
    zu verwandeln, eurem Einsatz auf der Baustelle und auch eure Vorbereitungen und Planungen in Karlsruhe,
    wünsche ich euch alles Gute im neuen Jahr und weiterhin gutes Gelingen .
    Vielen Dank für euer Engagement in Beaumont.
    Annette Büchele

    Antworten

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