Beaumont Studenten bauen Kindern in Haiti eine Zukunft
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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

61

Land

Haiti

Ort

Beaumont

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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

61

Land

Haiti

Ort

Beaumont

Die Unruhen in Haiti haben auch Auswirkungen auf unsere Arbeit vor Ort und unsere Bauphase. Doch lest selbst, was wir trotz der Umstände diese Bauphase erreicht haben:

Wer die Politik-Nachrichten der letzten Monate aufmerksam und regelmäßig verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass hin und wieder auch über Proteste in Haiti berichtet wurde. Natürlich informieren auch wir uns ständig auf vielfältige Art und Weise: Ob in den lokalen, internationalen Medien, den Botschaften oder Experten, Projektpartnern und Freunden vor Ort. Trotz jahrelanger Erfahrung in Haiti, fällt es uns aber manchmal schwer, eine vollständige Einschätzung der Lage zu erlangen.

So auch jetzt: Seit April gibt es immer wieder Proteste in Port-au-Prince und anderen Landesteilen Haitis, ursprünglich aufgrund von stark steigenden Kraftstoffpreisen. Die steigenden Preise auch für Lebensmittel sowie aufflammende Korruptionsvorwürfe bewirken eine immer größer werdende Unzufriedenheit mit der amtierenden Regierung. Die Folge sind geschlossene Schulen, blockierte Straßen und ein lahmgelegtes öffentliches Leben.

Damit haben diese Proteste auch Auswirkungen auf unsere Versorgung. Die Lieferungen von Baustellenmaterial wie Holz, Treibstoff oder Bewehrungsstahl, aber auch Nahrungsmittel können eingeschränkt sein. Deshalb haben wir uns nach intensiven Abwägungen entschieden, dass das letzte Team unserer diesjährigen Bauphase den Weg nach Haiti nicht antreten wird und Zuhause in Deutschland bleibt.

Mit der Entscheidung die Bauphase 8 verfrüht zubeenden, gaben wir von Team 8.2 (Simon, Lukas, Heino und Johannes) nochmal alles, um die letzten offenen Projekte abzuschließen.
Diese bestanden aus der Fertigstellung des Gashäuschens, dem Abschließen der Grabarbeiten für die kommenden Klassenräume und dem Installieren der Elektrik in der Kantine. Zusätzlich haben wir die Baustelle aufgeräumt, damit die fertiggestellten Gebäude benutzt werden können und das Werkzeug in unser Lager geräumt, damit es für die nächste Bauphase bereit liegt.

Trotz immer öfter ausfallenden Materialbestellungen gelang es uns, das Gashäuschen wie geplant fertigzustellen und für funktionierendes Licht in der Kantine zu sorgen.

Auch bei den Klassenräumen konnten wir einige Fortschritte erzielen. Wie bereits durch vergangene Grabarbeiten bekannt, stellte uns das Gelände wieder einige Herausforderungen: Viele Steine mussten wieder in aufwändiger Handarbeit zerkleinert und abtransportiert werden. Aber durch die starke Leistung unserer Arbeiter, die unter Aufsicht von Hugo die Fundamentgräben ausheben, kann in den nächsten Bauphasen mit dem Bau von zwei weiteren Klassenräumen begonnen werden.

Keinesfalls heißt dieses verfrühte Ende der Bauphase also, dass wir das Projekt in Zukunft mit weniger Motivation vorantreiben wollen. Vielmehr sehen wir uns durch diese Umstände ermutigt, unserer Vision zu folgen und den Kindern von heute und Erwachsenen von morgen die Grundlage für eine selbstbestimmte Zukunft unter bestmöglicher Nutzung der Potentiale zu schaffen.

Deshalb werden wir all unsere Zeit und Energie nun hier in Deutschland dazu nutzen, um die nächste Bauphase vorzubereiten.

Jeder, der weitere Fragen bezüglich der Hintergründe unserer Entscheidung hat, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.

Wir danken jedem unserer Unterstützer für das Vertrauen und Verständnis.

Team 8.2: Johannes L., Simon, Heino, Lukas und das gesamte EWB-Projektteam Beaumont

2 Kommentare


  1. Hallo miteinander, eine gute wenn auch sicher eine schwierige Entscheidung. Für Euch, für Frau Brügmann und ihr Team, aber vor allem für die Kinder hoffe ich, dass das alles nicht vergebens sein wird.

    Antworten

  2. Liebes Bauteam,
    es war sicher nicht leicht, sich so zu entscheiden. Ich wünsche euch eine gute Heimreise und hoffe, daß es nach der Planungspause wieder weiter geht und die Situation in Haiti sich hoffentlich beruhigt hat.
    Vielen Dank für alles, was ihr unter schwierigen Umständen geleistet habt.
    Großen Respekt für eure tolle Arbeit und euer Engagement!!

    Liebe Grüße aus Lahr!

    Antworten

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