Beaumont Studenten bauen Kindern in Haiti eine Zukunft
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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

30

Land

Haiti

Ort

Beaumont

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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2014

Mitgliederzahl

30

Land

Haiti

Ort

Beaumont

Bauphase 9

Bauphase 9

Die neunte Bauphase, die erste nach dem weltweiten Ausbruch der Corona Pandemie, unterschied sich von den Vorherigen zunächst durch eine aufwendigere und abgewandelte Anreiseplanung. Aufgrund der prekären Situation im Haiti bestand das Reiseteam dieses Mal nur aus einer Gruppe, die zudem einen alternativen Anreiseweg aus der Hauptstadt Port-au-Prince zum Bauprojekt nach Beaumont antrat. Das Team flog zunächst nach Les Cayes und fuhr von dort aus zum Projektstandort, denn aufgrund der Unruhen rund um die Hauptstadt ist der Landweg per Bus aktuell nicht zu bestreiten. 

Ziel der Reise waren vor allem die Gasinstallation in der Kantine sowie die Errichtung von zwei neuen Klassenräumen. Durch die stetig wachsende Zahl an Kindern musste zwischenzeitlich in der Aula und den Essensräumen unterrichtet werden. Entsprechend wird neuer Lehrraum dringend benötigt.   

Endlich angekommen, begannen die Arbeiten unverzüglich. Neben Planung, Organisation und anderen Aufgaben wie Reparaturen startete das Team in der ersten Woche mit der Vermessung der Baugruben und den Arbeiten an Fundament und Rohbau für die Klassenräume. Für den ersten Klassenraum wurde das Fundament ausgehoben und geebnet, parallel lief die Herstellung der Bewehrungskörbe. 

Zeitgleich beschäftigte sich ein Teil des Teams mit der Gasinstallation für die Kantine und konnte bereits in der ersten Woche Vollzug vermelden: die Gasversorgung steht! Ebenso konnte man sich über großen Fortschritt beim Ausheben des zweiten Fundaments freuen. 

Doch zu Erfolgen kommen auf einer Baustelle auch immer neue Herausforderungen: aufgrund des Benzinmangels verzögerte sich das Betonmischen und Einebnen der Fundamentgräben.  

Umso motivierter war die Stimmung vor Ort als endlich neuer Treibstoff eintraf und mit der Betonage begonnen werden konnte. Auch hier blieben jedoch keine widrigen Umstände erspart. Zwei der drei Betonmischer fielen aus und zudem streikten die haitianischen Arbeiter. Trotz aller Schwierigkeiten wurden die beiden Fundamente, Sockel und Bodenplatte erfolgreich betoniert.

In Erwartung wichtiger Holzlieferungen konnten viele weitere Aufgaben abgearbeitet werden. Dazu zählten beispielsweise die Vermessung von Flächen für weitere Klassenräume, das Anlegen der Gräben für Wasserleitungen zwischen Klassenzimmern und Zisterne oder auch wichtige Schulungen der Haitianer vor Ort zur Wartung von Wasserfiltern oder Batterien der Photovoltaikanlage.  

Anschließend begann die Hochbauphase des ersten Klassenzimmers. Nachdem die Wände des in Holzbauweise errichteten Klassenzimmers gestellt wurden, legte man großen Wert darauf, die lokalen Arbeitskräfte in Arbeiten wie dem Zuschnitt des Holzes oder dem Dachbinderbau zu schulen. So soll es in Zukunft möglich sein, den Bau weiterer Klassenräume von Deutschland aus zu delegieren, um trotz der schwierigen Situation, größtmöglichen Projektfortschritt zu erreichen.

Als schließlich die Errichtung der Holzkonstruktion abgeschlossen war, unterbrach starker Regen die weiteren Arbeiten am Dach des Klassenraums. Nachdem sich das Wetter gebessert hatte, schaffte das Team es dennoch die Lattung und Bleche auf dem Dach anzubringen, sodass die haitianischen Arbeiter nach der Abreise unserer Projektmitglieder den Klassenraum fertigstellen konnten.  

In einem nächsten Schritt bauten unsere haitianischen Freunde noch Estrich, Fenster und Türen ein.

Die Bauphase neun konnte mit der Fertigstellung des ersten Klassenraums erfolgreich beendet werden. Ähnlich wichtig ist zudem die neugeschaffene Möglichkeit, durch das nun geschulte lokale Personal, weitere Klassenräume zu errichten. 

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Lage in Haiti in naher Zukunft derart stabilisiert, dass auch die weiteren Bauphasen, die technisches Know-how und tatkräftige Unterstützung aus Deutschland benötigen, zeitnah realisiert werden können.  

Bis dahin bedanken wir uns für die großartige Arbeit bei unseren engagierten haitianischen Arbeitern vor Ort, unserem Reiseteam, und den tatkräftig mitwirkenden, vor- und nacharbeitenden Mitgliedern und Unterstützern in Deutschland, sowie unseren mehr als gastfreundlichen haitianischen Freunden für die tolle Zusammenarbeit!