Dhuskun Eine Regenrinne für das Dach der Welt
image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Abgeschlossen

Begonnen

Februar 2019

Beendet

März 2024

Mitgliederzahl

20

Land

Nepal

Ort

Dhuskun

image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Abgeschlossen

Begonnen

Februar 2019

Beendet

März 2024

Mitgliederzahl

20

Land

Nepal

Ort

Dhuskun

Nach den ersten Tagen in Kathmandu ging es für uns endlich nach Dhuskun. Hier wurden wir herzlich empfangen und begannen mit der Erkundung der Orte, an denen in den nächsten Wochen gebaut werden soll.

Am Mittwoch gab es das Wiedersehen mit Laura und Dipendra in einem schönen Café in Kathmandu. Nachdem wir uns gegenseitig auf den neusten Stand gebracht hatten, planten wir die Fahrt nach Dhuskun. Den restlichen Tag hatten wir eigentlich frei, weswegen wir uns ein bisschen umgeschaut haben. Wir irrten durch ziemlich verwinkelte Gassen zum Monkey Temple, dort gab es sowohl jede Menge frei herumlaufende Affen, als auch einen fantastischen Ausblick über die Hauptstadt Nepals.

Nach einer ereignisreichen Fahrt in einem überraschend gemütlichen Bus kamen wir am Donnerstag im ruhigen und friedlichen Dhuskun an. Dort erwartete uns eine Begrüßungszeremonie mit jeder Menge Blumen und Fotos.

Zum Abschluss des Abends gab es zum ersten Mal Dal Bhat, was wir ab sofort jeden Tag bis Ende April morgens und abends essen würden.

Früh morgens am Freitag fing unsere Wanderung entlang der vorgeschlagenen Wasserleitungsroute zu den Quellen an. Dort, wo die Leitungen verlaufen sollten, war es zwar sehr zugewuchert, jedoch war die Route bezüglich des Geländes sehr gut. Um für die technische Umsetzung des Projekts Daten zu sammeln, hatten wir zwei GPS-Geräte dabei.

Kurz bevor wir an der eigentlichen Quelle ankamen, konnten wir sehen, dass die Ausgrabungsarbeiten für die Leitung, die unter der Erde liegen soll, wirklich begonnen hatten und in zügigem Tempo voran gehen. Was uns nun wirklich überrascht hatte war, dass es im Grunde drei verschiedene Quellen gibt, die einige hundert Meter auseinanderliegen. Was uns auch vor Ort mitgeteilt wurde ist, dass wir an der Quelle, an der wir die Quellfassung auf dieser Reise umsetzen wollen, keine Quellfassung im eigentlichen Sinne bauen können. Das liegt daran, dass sich die Quelle direkt unterhalb der Straße befindet und in unmittelbarer Nähe zur Straße nicht gebaut werden sollte, um einer möglichen Verbreiterung der Straße nicht im Wege zu stehen. Das bedeutet nun, dass wir den Bach einige Meter unterhalb der Quelle einfangen müssen.

Zurück in Dhuskun zeigte sich, dass die Daten der beiden GPS-Geräte sehr voneinander abwichen und wir deshalb erneut Messungen durchführen müssen.

Am Samstagmorgen sind wir deshalb nochmal mit Gobinda in das Waldstück gelaufen, um dort alle relevanten GPS-Punkte neu aufzunehmen und haben uns dafür quer durch das Gestrüpp gekämpft.

Zurück im Dorf mussten einige organisatorischen Dinge geklärt werden. Das Treffen mit dem Ward-Präsident und dem Water-Committee, der Verwaltung der Wasserversorgung im Dorf, wurde geplant. So musste geklärt werden, wie das Wasserverteilungssystem im Dorf angelegt werden soll. Direkt im Anschluss haben wir die neuen GPS-Daten ausgewertet, welche – wie schon befürchtet – wieder stark voneinander abwichen und daher nicht benutzbar sind. Als nächstes haben wir Gobinda unser neues Quellfassungskonzept vorgestellt, welches nun aus einem Tiroler Wehr und einem Sedimentationstank bestehen soll und er schien damit sehr zufrieden zu sein.

Am Sonntagmorgen machten wir uns erneut auf den Weg zur Quelle und besprachen mit Gobinda die Stelle für den Sammeltank, da es unterschiedliche Vorstellungen über die Lage des Tanks von Seiten des Ward-Präsideten und unserer Gruppe gab. Die von uns favorisierte Stelle war durch die vom Ward-Präsident und Gobinda ausgesuchten Route nicht mehr zu erreichen. Gobinda erwähnte jedoch einen alternativen Weg. Dieser schien uns eine gute Möglichkeit.

Als wir an der Quelle ankamen, suchten wir uns einen Platz für das Tiroler Wehr aus. Wir legten eine Stelle frei, die sich zwischen zwei Felsbrocken befindet, welche wir benutzen wollten, um die Konstruktion zu stabilisieren.

Wir haben nochmals versucht, den Ort, an dem das Wasser wieder nach oben fließen muss, mit GPS-Geräten so auszumessen, dass wir unseren Sedimentationstank als Druckminderer benutzen können. Die Unsicherheit der Messungen war jedoch erneut so groß, dass wir jetzt endgültig feststellten, dass die Genauigkeit des GPS für die kritischen Stellen der Leitung nicht ausreicht. Wir müssen uns daher ein optisches Nivelliergerät besorgen, um präzise Daten zu sammeln, mit denen wir zuverlässig arbeiten können.

Wie es mit der Bauphase weitergeht, erfahrt ihr in unserem nächsten Blog.

Ein Kommentar


  1. Klingt sehr spannend! Ich freue mich schon auf die neuen Blogeinträge, wenn ihr wieder vor Ort seid.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert