Hydroélectricité Idjwi Chancen durch Wasserkraft
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Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

30

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

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Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

30

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

Hallo zusammen,

es ist soweit – die Bauphase hat begonnen! Mit eingetroffener Verstärkung aus Deutschland durch Matthias, Katarina, Jakob, Christina und Gerrit und 19 ruandischen und kongolesischen Arbeitern haben wir am Montag, dem 01. Oktober ganz offiziell angefangen, unseren Plan in die Tat umzusetzen. Wir freuen uns sehr, schon nach einer Woche erste Ergebnisse präsentieren zu können. Zunächst möchten wir euch aber nochmals einen kleinen Überblick über unser Projekt geben.

Ausblick vom oberen Ende des Fallrohrs

Was ist eigentlich unser Ziel?

Ganz allgemein gefasst – das gilt so ziemlich für jedes EWB Projekt – ist unser Ziel, die Lebenssituation für die Menschen vor Ort zu verbessern. Darüber hinaus möchten wir den kulturellen Austausch fördern und gegenseitig voneinander lernen, aber auch auf ganz persönlicher Ebene durch viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse wachsen.

 

Wie erreichen wir unser Ziel?

Unser Kooperationspartner vor Ort, Prolasa, setzt sich unter anderem dafür ein, die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten auf Idjwi zu verbessern und hat hierfür – wie bereits im letzten Eintrag erwähnt – einen Industriecampus geschaffen, auf dem unter anderen eine Saftfabrik, sowie Mühlen und eine Seifenfabrik angesiedelt sind. Für eine erfolgreiche Ausweitung des Prolasa Industriecampus wird eine größere Menge an Strom benötigt, als durch das aktuelle Wasserkraftwerk gewonnen werden kann. Infolgedessen werden aktuell parallel zum Wasserkraftwerk Dieselgeneratoren eingesetzt, um den Strombedarf decken zu können. Neben deutlich höheren Betriebskosten, ist dies alles andere als umweltfreundlich.

Baumaßnahmen während Bauphase 1

Unser EWB Projekt hat es sich daher zum Ziel gemacht, das aktuelle Wasserkraftwerk durch ein leistungsfähigeres zu ersetzen.

Der zugehörige Kanal ist bereits von Prolasa angefertigt worden, infolge von Erosion, sind jedoch zwei Stellen im Kanal unterspült worden und müssen erneuert werden.

Ausbesserungsarbeiten am oberen Kanalbruch

Parallel dazu wird am Ende des Kanals direkt oberhalb des Maschinenhauses ein Fallrohr installiert, durch das die Wassermassen beschleunigt zur Turbine im Maschinenhaus geleitet werden. Am Ende des Fallrohrs wird zudem ein Druckblock aus Beton gegossen, um die Last auf die Turbine zu verringern.

DDas Maschinenhaus ist ebenfalls bereits von Prolasa gebaut worden, muss allerdings noch eingerichtet (Turbine aufbauen, anschließen, etc.) und vor Erosion geschützt werden.

Um den Strom vom Maschinenhaus auf den Campus transportieren, wird eine neue Niederspannungsleitung gebaut und ein Verteilnetz installiert.

 

Was haben wir bisher gemacht?

Wir haben uns für den Beginn der Bauphase in vier Teams aufgeteilt, die parallel an verschiedenen Aufgaben arbeiten:

Während Team 1 die erste der zwei gebrochenen Kanalstellen ausgebessert hat, hat Team 2 diverse Erdarbeiten durchgeführt, um das Fallrohr verlegen zu können. Darüber hinaus ist das erste Fundament gerade in Entstehung. Team 3 hat derweil einen Stein abgeklopft, an dessen Stelle der Druckblock gegossen werden soll und Erdarbeiten zur Stabilisierung des Maschinenhauses gegenüber Erosion durchgeführt. Gemeinsam mit Team 4 ist zudem ein Erdungssystem am Maschinenhaus verlegt worden.

kräftezehrendes Abladen der Strommasten

Wie läuft die Arbeit ab?

Gearbeitet wird an sechs Tagen in der Woche (Samstags frei) jeweils von 7 Uhr morgens bis 18 Uhr abends (inkl. 1,5 Stunden Mittagspause). Mangels Maschinen wie Baggern oder einer Straße zur Baustelle wird ein Großteil der Arbeit von Hand erledigt, sowohl der Transport von Baumaterial zur Baustelle, als auch das Durchführen von Erdarbeiten oder Betonieren. Die Masse an benötigten Materialien und das Fehlen von (aus Deutschland gewohnten, mit Strom betriebenen) Werkzeugen sind hierbei mitunter die größten Schwierigkeiten, denen wir uns bisher stellen mussten.

Ein prägnantes Beispiel der Anstrengungen auf der Baustelle, ist der Transport der Strommasten. Diese sind letztes Wochenende mit dem Schiff angekommen, und selbst das Abladen ist mit viel Muskelkraft verbunden gewesen. Aber im Allgemeinen ist die Motivation und die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm, alle kommen gut miteinander aus.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Start ins Wochenende!

 

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