Hydroélectricité Idjwi Chancen durch Wasserkraft
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Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

22

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

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Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

22

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

Wie kommt man eigentlich von Karlsruhe bis nach Idjwi? Johannes’ Koffer hat die Reise mitgemacht und berichtet von seinen Erlebnissen…

Sonntag 3:00 – Seit einigen Stunden warte ich fertig gepackt auf die Abreise. Ich habe nur immer wieder irgendwas von Kongo gehört, weiß aber gar nicht so recht wo es diesmal hingeht. Auf jeden Fall bin ich bepackter als sonst und da sind durchaus komische Sachen dabei wie Muttern, Anschlussklemmen und andere Geschenke für Elektrotechniker und Maschinenbauer. Jetzt scheint es aber loszugehen. Ich werde auf die Schulter gepackt und nach drei Stockwerken im Kofferraum eines Autos verstaut. Neben mir liegen vier weitere meiner Art…

Sonntag 4:30 – Die Autofahrt endet am Flughafen Strasbourg, wo ich nach etwas Wartezeit auf ein Gepäckband gelegt werde. Dann wird etwas diskutiert, denn ich bin wohl zu schwer geworden. Es wird zwischen mir und meinen vier Kumpanen kurz einiges hin und her gepackt. Viel leichter bin ich trotzdem nicht geworden, aber schließlich wird mir ein Aufkleber „heavy“ und ein zweiter mit „Amsterdam, Kigali“ verpasst. Aha, wird also eine lange Reise…

Sonntag 19:00 – Mit einem sanften Rumpeln landet der Flieger in der ruandischen Hauptstadt Kigali und weckt mich aus meinem Schlaf. Nach kurzem Transport ende ich auf einem Gepäckband und werde erstmal nicht abgeholt. Das Gepäckband stoppt und ich bleibe liegen… Irgendwann kommen dann doch Antoine und Johannes vorbei und sammeln mich ein. Da waren die beiden wohl am Ende der Schlange bei der Passkontrolle. Da die Laune ausgelassen ist, muss aber alles problemlos geklappt haben.

Sonntag 21:00 –  Wir kommen im Hostel an und keiner rührt mich an. So wichtige Sachen kann ich dann wohl gar nicht geladen haben…

Montag 9:00 – Die beiden waren früh auf, aber es geht erst jetzt los. Da waren sicher noch Sachen zu klären. Nun geht es auf direktem Weg zum Busbahnhof. Hier bekomme ich einen eigenen Sitzplatz. Richtig cool, aber leider liegt im Nu ein weiterer Koffer auf mir drauf. Einen Blick zum Fenster kann ich aber noch rauswerfen: Die Fahrt geht über Land und irgendwann durch einen wunderschönen Nationalpark, in dem man viele Bäume und ein paar Affen sieht.

Montag 17:30 – Die Fahrt endet auf einem staubigen Parkplatz in Rusizi, direkt vor der ruandisch-kongolesischen Grenze. Kaum aus dem Bus, wollen mich sehr viele Menschen tragen, aber ich werde nicht hergegeben. Vielleicht habe ich ja doch wichtige Sachen geladen? Über eine Holzbrücke geht es fußläufig nach Bukavu, der Grenzstadt der Demokratischen Republik Kongo. Strahlend erwartet uns bereits David, einer unserer Projektpartner, der mich direkt von dannen zieht. Antoine und Johannes folgen mir mit dem restlichen Gepäck in Richtung Kongo.

Dienstag 17:00 – Den Tag habe ich in einem Hotelzimmer in Bukavu verbracht. Ich schnappe ein paar Unterhaltungen auf – es muss wohl ein Treffen mit dem Projektpartner ECP gegeben haben. Nun geht es weiter Richtung Fährhafen, mit viel Hupen und wenig Tempo durch den Feierabendverkehr von Bukavu. Im Hafen werde ich wieder mal auf die Schulter gewuchtet und auf eine kleine Fähre getragen. Im Abteil stehen sehr gemütlich aussehende Sofas, auf denen sich die Fahrgäste einrichten. Antoine und Johannes scheinen sich gut mit einem jungen Kongolesen zu verstehen und schon bald werde ich als Kartentisch benutzt. Es wird wohl wieder eine längere Fahrt…

Dienstag 02:30 – Land in Sicht! Wir kommen im Hafen von Bugarula auf Idjwi an. Ich werde über die Reling gehievt und lande in den Händen von Pazzy und Bosco, die mich in ein Auto verfrachten. Aus den Gesprächen im Auto schließe ich, dass wir nur noch wenige Kilometer vor uns haben.

Dienstag 03:15 – Kaum zu glauben, aber so wie es aussieht sind wir nun tatsächlich angekommen. Ein letztes Mal werde ich aus dem Auto getragen und in ein gemütlich eingerichtetes Guesthouse gebracht. Insgesamt habe ich drei Flughäfen, vier Autos, einen Bus und eine Fähre gesehen. Ob sich die Reise gelohnt hat? Die strahlenden Gesichter beim Auspacken sagen: Ja, eindeutig!

 

In der Zwischenzeit hat sich auf der Baustelle einiges getan. Bilder und Informationen zum Baufortschritt wird es in Hülle und Fülle im nächsten Blogeintrag geben, hier vorab ein paar Eindrücke:

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