Hydroélectricité Idjwi Chancen durch Wasserkraft
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Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

30

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

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Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

30

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

Im letzten halben Jahr konnte der Ausbau des Wasserkraftwerks erfolgreich abgeschlossen werden. Mit wechselnden Teams vor Ort, bestehend aus lokalen Arbeiter*innen und EWB-Mitgliedern, wurden nacheinander alle Bauabschnitte erfolgreich abgeschlossen.

Im letzten halben Jahr konnte der Ausbau des Wasserkraftwerks erfolgreich abgeschlossen werden. Mit wechselnden Teams vor Ort, bestehend aus lokalen Arbeiter*innen und EWB-Mitgliedern, wurden nacheinander alle Bauabschnitte erfolgreich abgeschlossen.

Eine der fertig gestellten Baustellen ist das Maschinenhaus. Zunächst wurde es vergrößert, um Platz für die neue Turbinen-Generator-Gruppe und die zugehörige Elektronik zu machen. Durch die Steigerung der Fallhöhe und die höhere Effizienz der an die örtlichen Begebenheiten angepassten Turbine wird die Leistung der Anlage deutlich angehoben.  

Nach der Erweiterung ging es mit dem Innenausbau des Maschinenhauses weiter. Dort wurde zunächst der Auslauf der Turbine betoniert. Dieser musste sehr tief werden, da an dieser Stelle auch die Lastregler montiert wurden. Damit wird überschüssige Energie in Wärme umgewandelt und die Stabilität des Stromnetzes gewährleistet. Die Lastregler wurden Anfang November eingebaut. 

Als nächstes wurde das Fundament für die Turbine gegossen. Da das Fundament sehr viele Kräfte aufnehmen muss, die durch das Wasser und Vibrationen in der Turbinen-Generator-Gruppe zustande kommen, wurde dort sehr viel Beton verbaut. Rechtzeitig zum fertigen Fundament kam auch die sehnsüchtig erwartete Turbine an. Nachdem diese zunächst mit einem Traktor über ein paar unwegsame Trampelpfade zum Maschinenhaus transportiert werden musste, konnte sie direkt auf das neue Fundament montiert werden und ist jetzt im Einsatz. 

Abbildung 1: Einbau der Turbinen-Generator-Gruppe

Parallel dazu wurde weiter am Kanal gebaut, der zu einem Teil neu angelegt wurde und zum anderen Teil aus einem bereits vorhandenen Kanalabschnitt besteht. Nachdem der neue 300 Meter lange Abschnitt ausgehoben, gemauert, sowie mit einer Bodenplatte versehen und verputzt war, konnten wir mit der Renovierung des bereits bestehenden Kanalabschnitts anfangen. Dabei ist uns zu Beginn auch ein größeres Problem aufgefallen: Der alte Kanal verlief an manchen Stellen bergauf. Als Folge dessen musste ein deutlich größeres Stück als ursprünglich geplant neu gebaut werden. Dadurch gab es bei diesem Teil eine deutliche Kostensteigerung, die jedoch durch andere Baustellen, bei denen das Budget nicht vollständig ausgeschöpft wurde, ausgeglichen werden konnte. Somit konnte, wie geplant, der alte Teil des Kanals mit Anpassungen als Teil des gesamten Kanals verwendet werden. Da die Bebauung des Terrains an einigen Stellen anspruchsvoll war, waren einige spezielle Bauwerke wie ein Tosbecken und eine Brücke notwendig. Nun sind auch am alten Kanalstück alle Maßnahmen, bis auf das Verputzen und ein paar kleineren Bauwerken für den Erosionsschutz, vollendet und der Kanal kann bereits das Wasser bis zum Fallrohr führen! 

Abbildung 2: Transport des Betonmischers zur Betonage des Kanals 
Abbildung 2: Transport des Betonmischers zur Betonage des Kanals

Gleichzeitig zur Fertigstellung des neuen Kanals, konnte mit dem Bau des Sandfangs begonnen werden. In diesem wird das Wasser verlangsamt, damit die mitgeschwemmten Sedimente sich absetzen können und nicht in die Turbine gelangen und diese beschädigen. Für die Vorbereitung dieser Baustelle waren einige Erdarbeiten notwendig, da der Untergrund des Sandfangs eben sein muss. Im Anschluss konnte mit dem eigentlichen Bau begonnen werden. Der Sandfang besteht ähnlich wie der Kanal aus gemauerten Wänden. Allerdings sind diese bis zu zwei Meter hoch und müssen daher zwischendurch durch bewehrte Betonpfeiler gestützt werden.  

 

 

Abbildung 3 Sandfang mit Rechen und Rad zum Aufdrehen zum Spülen.

 

Bei der Verlegung des Fallrohrs haben wir uns auf Grund der einfacheren Realisierbarkeit für eine unterirdische Verlegung entschieden. Dafür wurde ein Graben mit einer Tiefe von einem Meter ausgehoben, das Fallrohr hineingelegt und danach wieder mit Erde verfüllt. Um die Erde vor dem Abrutschen zu sichern, haben wir zusätzlich stabilisierende GeoGrids im Graben eingebaut.  

Abbildung 4 Verlegung des Fallrohrs

Wir freuen uns, dass die Turbine mittlerweile im Testbetrieb ist und bereits mehr als 50 kW Leistung an den Industriecampus liefert. Die letzten Baumaßnahmen für den Erosionsschutz und den Kanal sind in Arbeit. 

Derzeit bereiten wir uns auf den Projektabschluss vor und finalisieren den Wartungsplan, der den langfristigen Betrieb der Anlage sichern soll.  

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die uns auf diesem Weg begleitet haben!

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