Hydroélectricité Idjwi Chancen durch Wasserkraft
image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

22

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

22

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

Phase 1

Projektphase 1: Strom industriell nutzbar machen

PROLASA hat mit dem Bau der beiden hintereinanderliegenden Wasserkraftwerke viel geleistet. Das obere der beiden Kraftwerke ist bereits seit 2013 in Betrieb und liefert Strom für Licht und zum Laden von Handys und Laptops. Einige Probleme sorgen jedoch dafür, dass der Strom nicht – wie ursprünglich vorgesehen – industriell genutzt werden kann, also zum Betrieb von Maschinen, Werkzeugen und anderen größeren Geräten.

Skizze der bestehenden Wasserkraftwerke

Ein Grund dafür ist die rund 1,3 Kilometer lange Stromtrasse zwischen dem oberen Maschinenhaus und dem Industrie-Campus. Mit Niederspannung (230 V) wird der Strom durch verhältnismäßig dünne Kabel geleitet, in denen bei Nutzung von großen Verbrauchern aufgrund dessen Länge ein beträchtlicher Teil der Spannung abfällt. Maschinen, wie sie in der Metallwerkstatt oder der Kaffeefabrik genutzt werden, funktionieren nicht richtig. Weiterhin funktioniert die Spannungs- und Frequenzregelung nicht ordnungsgemäß, was ebenfalls zu Problemen bei Nutzung von Maschinen führt. Unbefestigte Kanalabschnitte sorgen dafür, dass Sand und Steinchen im Wasser mitgetragen werden, die auf lange Sicht zur Beschädigung der Turbine führen können.

Zusammen mit unseren Projektpartnern möchten wir uns den Herausforderungen einer zuverlässigen, langlebigen und sicheren Stromversorgung stellen und die genannten Probleme angehen.

Wir möchten uns zunächst um die Inbetriebnahme des zweiten Kraftwerks kümmern. Das zugehörige untere Maschinenhaus befindet sich näher an PROLASA und überzeugt durch eine solidere Bauweise, als das aktuell aktive obere Maschinenhaus. Außerdem verfügt es bereits über eine Banki-Turbine und einen einem bereits angeschafften 250 kVA Synchrongenerator, welche für die erste Bauphase übergangsweise verwendet werden können.

Auf der rund 800 Meter langen Übertragungsstrecke ab dem unteren Maschinenhaus setzen wir auf ein isolierte 3×95 mm² Alu-Freileitungen und eine neue, stabilere Trasse aus Stahlrohr-Masten. Am Ende der Strecke, am Rande des Industrie-Campus von PROLASA, folgt eine Verteilstation, von wo aus strahlenförmig die einzelnen Betriebe versorgt werden.

Geplante Trasse zum Industriecampus von PROLASA

Neben den Maßnahmen an Maschinenhaus und Trasse sind verschiedene wasserbauliche Verbesserungen notwendig.  Diese beinhalten das Ausbessern des teilweise beschädigten Zulaufkanals mit Stahlbeton.  Um das Fallrohr langfristig vor mechanischer Belastung und den Auswirkungen der Erosion zu schützen, wird dieses begradigt und stellenweise auf neu angelegten Fundamentblöcken gelagert und der Verlauf begradigt. Außerdem wird kurz vor dem Maschinenhaus ein Druckblock angebracht, welcher die Lasten aus dem Fallrohr aufnimmt und so die Turbine entlasten soll. Zusätzlich werden Maßnahmen gegen Erosion getroffen, wie beispielsweise die Aufforstung.

Alle verwendeten Komponenten und Baumaterialien lassen sich in den am Kivusee liegenden Großstädten Goma und Bukavu, sowie im naheliegenden Ruanda bestellen. Baupläne, Schaltpläne und Materiallisten werden in engem Kontakt mit den Projektpartnern und deren Technikern erarbeitet und zusammen mit benötigten Büchern und Anleitungen in französischer oder englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Bis zur Inbetriebnahme möchten wir Wartungspläne durchgehen und mögliche Fehlerfälle durchspielen, damit die Anlage über lange Zeit hinweg eigenständig von den Projektpartnern betrieben werden kann.