Hydroélectricité Idjwi Chancen durch Wasserkraft
image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

30

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

image/svg+xml
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

30

Land

DR Kongo

Ort

Bugarula (Insel Idjwi)

Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

Die Bewohner von Bugarula auf der Insel Idjwi im Ostkongo sind mit steigender Ressourcenknappheit und schlechtem Zugang zu Versorgungsleistungen konfrontiert. Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage ist die Insel, trotz einer Gesamtbevölkerung von rund 300.000 Einwohnern, nicht an das staatliche Stromnetz angeschlossen. Laut Aussagen lokaler Akteure ist dies mangels Pläne und finanzieller Mittel auch in den kommenden Jahren nicht vorgesehen. Durch die fehlende Stromversorgung ist die wirtschaftliche Entwicklung stark eingeschränkt. Besonders betroffen sind dabei das weiterverarbeitende Gewerbe sowie die Gesundheits- und Bildungseinrichtungen. Dies begrenzt den Handlungsspielraum der Menschen stark ein.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die lokale NGO (Nichtregierungsorganisation) PROLASA begonnen, in der Nähe des Dorfes Bugarula im nördlichen Teil von Idjwi ein Kleinwasserkraftwerk zu errichten, dessen Strom unter anderem für organisationseigene Einrichtungen genutzt wird. In Kooperation mit der umliegenden Bevölkerung ist dort ein Industriecampus entstanden, auf dem schon jetzt Säfte, Seifen, Kaffee und Maismehl produziert werden. Zusätzlich gibt es eine Holz- und Nähwerkstatt.

Die Leistung des Kraftwerks reichte jedoch bisher nicht aus, um die Maschinen zu versorgen, die mangels Alternativen mit Dieselgeneratoren angetrieben wurden.

Durch eine erste Projektphase im Herbst 2018 konnten wir die Leistung des Wasserkraftwerks auf bis zu 24 kW steigern. Dadurch ist der Strom zwar industriell nutzbar, reicht aber noch nicht für stromintensive Anwendungen, wie den Betrieb der Kaffee- oder Maismühle, aus. Dies wollen wir durch eine weitere Projektphase ändern: Durch einen Ausbau des Zulaufkanals und des Fallrohrs kann die nutzbare Fallhöhe des Wasserkraftwerks verdoppelt werden. Die Erzeugungsleistung erhöht sich dadurch auf bis zu 85 kW.

Der zuverlässige und bezahlbare Stromzugang soll Unternehmergeist in Handwerksbereichen fördern, die ohne Elektrizität eingeschränkt sind. So wird die lokale wirtschaftliche Entwicklung unterstützt. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern ist es unser langfristiges Ziel, eine nachhaltige Energieversorgung für den Industriecampus und für die benachbarte Gemeinschaft zu ermöglichen. In der näheren Umgebung können mit geringen Investitionen weitere öffentliche Verbraucher, wie zum Beispiel Schulen und Krankenstationen versorgt werden. Dadurch kann das Bildungsangebot erweitert und die gesundheitliche Versorgung verbessert werden.

Weitere Informationen zu den einzelnen Projektphasen:

Technisches Gesamtkonzept

Projektphase 1: Strom industriell nutzbar machen

Projektphase 2: Ausbau der Kraftwerksleistung

Ausblick