Gamjiyo gemeinsam Perspektiven schaffen
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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2018

Mitgliederzahl

30

Land

Gambia

Ort

Saba, Lower Baddibu

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Status

Laufend

Begonnen

Dezember 2018

Mitgliederzahl

30

Land

Gambia

Ort

Saba, Lower Baddibu

Nach monatelanger Planung geht es für einige von uns endlich wieder nach Gambia, um unsere Pläne in die Tat umzusetzen! In unserer zwei Monate langer Bauphase, haben wir so einiges vor…

 Es riecht nach Stahl und Schweiß

Der Plan: Dem Regen in Deutschland entkommen und in Gambia die Sonne genießen.

Die Realität: Platzregen und 82% Luftfeuchtigkeit. Sind wir nun nass vom Regen oder vom Schweiß? Man weiß es nicht.

Gut, ich sag mal, das haben wir uns anders vorgestellt.

Aber Spaß beiseite: natürlich sind wir sehr froh, nach unseren erfolgreichen Erkundungsreisen nun zum dritten mal in Gambia zu sein. Bis Mitte Dezember werden wir im Land sein und endlich all das in die Tat umsetzen, worauf wir seit einem Jahr konzentriert hingearbeitet haben. In unserem Projektort Saba ist neben der Bohrung eines Tiefbrunnens die Verlegung von 1,6 km Rohrleitung die Errichtung von 26 Wasserentnahmebecken und eine Hochtankkonstruktion mit Stahlgerüst und 6000 Litern Fassungsvermögen geplant.

House of Skills

Für die in Stahlbauweise geplante Hochtankkonstruktion sind vor dem Baubeginn einige Vorbereitungsmaßnahmen nötig. So müssen die Stahlträger auf die richtige Länge zugeschnitten werden und Anschlussbleche vorgebohrt und angeschweißt werden.

Die ersten Tage verbrachten wir deshalb vor allem bei House of Skills in Tanji. Auf einem großen Gelände mit mehreren Werkstätten werden dort, oft unter der Aufsicht deutscher Fachkräfte, junge Gambier in zahlreichen Handwerksberufen ausgebildet.

Alle nötigen Arbeiten konnten beim House of Skills bereits präzise ausgeführt werden. Besondere Grüße an dieser Stelle an Steven, der nicht nur beim Schweißen ganze Arbeit geleistet hat.

Afrika Cup Qualifikation

Wir würden allerdings lügen, wenn wir schreiben würden, dass unser Aufenthalt ausschließlich aus Arbeit bestünde. Denn schließlich wird auch in Gambia Fußball gespielt und so war es selbstverständlich, dass wir das Afrika Cup Qualifikationsspiel gegen Dschibuti live im Stadion verfolgten. Für den Eintrittspreis eines Kreisliga Spiels bekamen wir ein spannendes Match zu sehen, wobei ich dem Trainer der gambischen Nationalmannschaft ein intensives Torschusstraining empfehlen würde. Denn trotz zahlreicher Chancen konnte der Sieg und der damit verbundene Einzug in die Qualifikation Gruppenphase erst im Elfmeterschießen errungen werden.

Baustart

Für uns ging es nach dem Einkauf fehlender Werkzeuge und Materialien weiter in unseren Projektort Saba, wo der offizielle Baustart am 21. Oktober erfolgen wird.

Leitungsverlegung

Bevor wir mit Graben und Bauen beginnen, mussten zuerst Reservoirs und Leitungen vermessen und markiert werden.

Nun konnten wir mit Hilfe eines Baggers die Leitungsgräben ausgraben. Allerdings musste ein Teil per Hand ausgehoben werden.  Bei der Hitze ein sehr anstrengender Job! Nachdem alles ausgehoben war, konnten die 100m langen PE-Rohre verlegt werden.

Nach einem harten Tag wurden wir dann abends mit einem unserer Lieblingsessen namens Benachin,einem Reisgericht, bekocht . So konnten wir neue Kräfte für den nächsten Tag sammeln.

Danach mussten dann nur noch die Rohre verbunden und  alles wieder zugeschüttet werden.

Reservoirs         

Mit einem großen Team von insgesamt 40 Arbeitern, wurden mit Schaufel und Spitzhacken alle Reservoirs ausgehoben. Es wurde über 2 Tage verteilt gearbeitet, denn Teamwork ist alles! Beim Aushub haben uns vor allem die vielen harten Termitenhügel zu schaffen gemacht.

Die körperlich anstrengendste Arbeit war dann allerdings das Betonieren. Zement, Kies und Sand mussten heran transportiert werden.Danach ging es ans Mischen und erst dann konnte der Beton mit einem Schubkarren zum Zielort ab transportieren werden. So konnten die Reservoirs betoniert werden. Unsere lokale Partnerorganisiation hat dann die Mauer und Verputzungsarbeiten durchgeführt.

Natürlich haben wir nicht 24/7 gearbeitet. Bei einem leckeren Attaya, einem speziell angerichtetem Grünen Tee mit gaaaanz viel Zucker, haben wir auch mal die Arbeit ruhen lassen und die Gastfreundschaft der Gambianer genossen.

Hochtank  

Die Hochtankarbeiten begannen wir mit dem Ausheben von sechs Löchern für das Fundament. In diese füllten wir dann eine Betonschicht, die wir mit unseren bereits in Deutschland trainierten, außergewöhnlich guten Nivellier-Skills auf ein Höhenniveau brachten.

Während der Beton aushärtete, konnten Ismael und Felix H. mit dem Bohren und Verschrauben der Stahlträger beginnen. Diese waren vorher in House of Skills geschweißt worden. Durch die guten Schweißarbeiten hatten wir dabei keine Probleme und nach kurzer Zeit konnten die Stützen mit vereinten Kräften von vielen Helfern aufgestellt werden.

Nachdem wir zahlreiche Querträger angebracht hatten und ein Schweißer aus Saba eine Leiter angefertigt hatte, war das Gerüst für die Hochtanks fertig! Endlich konnten die Tanks aufgestellt werden. Den Schönheitsmakel der zwei verschiedenen Farben wollen wir hier jetzt mal nicht weiter beachten und uns an der Schönheit unserer Konstruktion erfreuen.

Pumpe

Sehr gefreut haben wir uns, als dann die Solarpumpe installiert wurde und endlich Wasser sprudelte! Die Arbeiten von Flevotrading, die für uns das Bohrloch, die Installation der Pumpe und der Solarpanel übernahmen, verliefen alle nach Plan und wir waren sehr zufrieden.

Schulungen

Besonders wichtig für das Gelingen unseres Projekts ist neben der Funktion der Anlage auch die Vermittlung der Bedeutung eines Finanzierungsplans für eventuelle Reparaturarbeiten. Dazu haben wir Schulungen mit den Frauen und Männer durchgeführt, die in den Gärten arbeiten. Unsere Übersetzerin Banna war uns dabei eine sehr große Hilfe. Mit ihr sind wir die Inhalte bereits vor der ersten Schulung durchgegangen. Sie konnte den Großteil des Inhaltes auf Anhieb selbst erklären, wodurch wir während der Schulungen nur noch Kleinigkeiten hinzufügen mussten. Banna half außerdem dabei , die Teilnehmer in verschiedene Gruppen aufzuteilen, sodass an jeder Schulung ungefähr 25 bis 40 Leute teilnahmen. Sie hat auch die Aufgabe übernommen, den Leuten die Termine für die Schulungen mitzuteilen. Die Startzeit wurde auch mit Bannas Hilfe nicht immer so ganz eingehalten…ach, die deutsche Pünktlichkeit.

 

 

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