Iyolwa – Water & Health Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Auch nach der Rückkehr der Reisegruppe nach Deutschland, die inzwischen schon ein paar Wochen zurückliegt, gibt es viel zu organisieren, weshalb eine regelmäßige Kommunikation mit den Partnern in Uganda nötig ist. In diesem Blogbeitrag berichten wir von der Women Empowerment Group (WEG), der Jugendgruppe der Kirchengemeinde, der Zusammenarbeit mit dem Architekten James und von Kooperationsproblemen mit Mr. Wilson von der Technical School Iyolwa.
Mitte Juni fand auch wieder unser Hüttenwochenende statt wie jedes Semester.

Die Rückkehr nach Deutschland war für alle Teammitglieder der Erkundungsreise eine große Umstellung. Das Meiste, was an ugandischer Lebensweise Einzug in unseren Alltag gehalten hat, muss jetzt wieder Platz machen, denn für Jannik und Andi geht der Studentenalltag weiter, während bei Tobi und Laura Umzug und Masterarbeit anstehen. Wo in Uganda viel Spontaneität und Improvisationstalent gefragt waren, gilt es nun wieder in einen geregelteren Tagesablauf zu finden. Trotzdem stehen wir weiter in Kontakt mit unseren Partnern in Iyolwa.

Auf der Reise haben wir uns mehrfach mit Anna Obote getroffen. Anna ist sehr engagiert in der Kirchengemeinde und leitet die Women Empowerment Group (WEG) in Iyolwa. Die WEG ist ein Verein mit dem Ziel, Mitglieder in Notsituationen zu unterstützen. Dafür sind unter Anderem finanzielle Mittel notwendig. Anna bringt als Vorsitzende viele Ideen ein, beispielsweise die Bewirtschaftung eines Maisfeldes und den Verleih von Plastikstühlen für große Feste. Bei der Zusammenarbeit auf den letzten Reisen haben wir leider festgestellt, dass viele gute Ideen in der Umsetzung scheitern. Deshalb haben wir Kontakt zu dem Community Center in Kitega, einer Kleinstadt zwischen Kampala und Jinja, etwa 200km von Iyolwa entfernt, aufgenommen. Die Sozialarbeiter vom Kitega Community Center (http://www.kitegacc.org) bieten unter anderem Kurse an, in denen sie die Organisation von Vereinen vermitteln. Es kam die Idee auf, eine Kooperation der Women Empowerment Group mit dem Kitega Community Center anzustoßen. Um diesen Plan umzusetzen, sind Anna Obote und zwei weitere Mitglieder der WEG zusammen mit Jannik und Laura nach Kitega gefahren. Dort haben sie mit Joel Kikadde über das Programm diskutiert und die Durchführung geplant. Als nächstes wird abgeschätzt, wie die Kooperation umgesetzt werden kann. Dazu besucht ein Team aus Kitega die WEG in Iyolwa, um die konkrete Organisation zu besprechen. Der Workshop wird über drei bis vier Monate wöchentlich stattfinden, sodass wir zwar zu Anfang nur organisatorisch zur Seite stehen können, im Sommer die Baugruppe aber das Ende des Workshops miterleben kann.

Die Zusammenarbeit mit dem Architekten und Bauingenieur Mr. James funktioniert ebenfalls problemlos. Kurz vor Abreise lud er uns erneut in den Rohbau seines Hauses ein. Denn er hatte festgestellt, dass wir uns seine Beschreibung der Betondecke nicht gut vorstellen konnten, und in seinem Haus waren die Bauarbeiter gerade bei diesem Arbeitsschritt angelangt. Nachdem diese Erfahrungen mit den Informationen über Rigips-Decken verglichen wurden, fiel der Entschluss, die Decke der Krankenstation aus Beton zu machen. Außerdem wurde der während der Reise vielfach überarbeitete Grundriss inzwischen fertiggestellt und an Mr. James weitergeleitet, der sich nun um den Entwurf der Dachkonstruktion kümmern wird. In Kürze wird ebenfalls der Plan für das Fundament fertig sein.

Als Wermutstropfen unter den erwähnten positiven Entwicklungen bleibt, dass wir diese nun leider nicht mehr vor Ort verfolgen können. Außerdem gilt es zu erwähnen, dass die forcierte Kooperation mit der Technical School Iyolwa leider nicht zum Tragen kam. Der Maurerlehrer Mr. Wilson, der diesen Wunsch in Gesprächen immer wieder äußerte, meldete sich während unseres Aufenthaltes leider nicht mehr und auch mehrmalige Besuche des Schulgeländes blieben erfolglos. Daraus bleibt zu lernen, dass bei der Reiseplanung zukünftig immer unbedingt die Schulferien berücksichtigt werden. Für das Bauvorhaben stellt die nicht zu Stande gekommene Kooperation allerdings keinerlei Gefährdung dar, da wie im vorigen Blog (https://ewb-karlsruhe.de/iyolwa-waterandhealth/2019/05/16/die-zeit-schreitet-voran/) bereits erwähnt wurde, die Jugendgruppe der Kirchengemeinde mit einbezogen werden konnte.

Die Produktion der ISSB-Steine geht gut voran und die Mitglieder der Jugendgruppe können sich gut einbringen. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Bauarbeitern funktioniert hervorragend und alle Parteien sind zufrieden. Am Tag der Abreise fand ein Abschlussgespräch mit dem Vorarbeiter Opio statt, welches sehr zufriedenstellend war und die Aussicht auf eine erfolgreiche Produktion bestätigte. Von den insgesamt 8600 benötigten ISSB-Steinen sind inzwischen schon 7400 Stück produziert worden, Ende dieser Woche sollte die Produktion dann abgeschlossen sein. So ist noch mehr als genug Zeit vorhanden, um die Steine bedarfsgerecht zu trocknen. Während des Abschlussgesprächs wurde von Opios Seite nachgefragt, ob wir diesmal wieder die Steine für die Außenwände mit „Dr. Fixit LW+“ mischen sollen. Dabei handelt es sich um ein Pulver, welches den Zement wasserfest macht. Dieser Hinweis zeigte erneut, wie wichtig die Kooperation und eine regelmäßige Kommunikation ist. Außerdem wurde unser Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Arbeiter bestätigt. Problematisch war es jedoch, dieses Pulver aufzutreiben und führte zu Besuchen zahlreicher Hardware-Stores in ganz Uganda. Letztendlich konnte es jedoch nach wochenlanger Suche gefunden werden und die Produktion kann ungestört weitergehen.

Nach der Rückkehr unserer Reisegruppe geht auch in Deutschland die Arbeit weiter. Das Hüttenwochenende vom 14.06. bis zum 16.06.2019 verbrachte das EWB-Uganda-Team dieses Semester in Bühl-Moos. Da unsere Gruppe doch um einige neue Mitglieder gewachsen ist, war das die optimale Gelegenheit sich gegenseitig besser kennenzulernen und den Gruppenzusammenhalt zu stärken.

Am Freitagnachmittag trudelten nach und nach die meisten EWBler ein und nach dem die Zimmer bezogen wurden, stürzten sich die meisten auch gleich auf die Arbeit, während das Küchenteam ein wirklich schmackhaftes Chili vorbereitete. Nach dem Essen gab es dann gleich auch noch ein witziges Quiz, bei dem man doch noch das ein oder andere über die anderen Mitglieder lernen konnte.

Nach einer für den ein oder anderen vielleicht etwas zu kurzen Nacht, war auch schon Samstag. Neben einer sehr intensiven Arbeitsphase, in der die einzelnen Arbeitsgruppen an ihren Aufgaben weitergearbeitet haben, stand auch ein interessanter Workshop zum Thema Eurozentrismus auf dem Plan. Neben dem informativen Vortrag haben wir uns dann in Kleingruppen mit dem Thema beschäftigt und uns unsere Ergebnisse gegenseitig vorgetragen. Vor dem Abendessen gab es noch ein Geländespiel, wo man sich mal so richtig auspowern konnte. Kaum einer stand auch nur eine Sekunde still, was aber auch eher die Schuld der gewaltigen Menge an Mücken war. Nachdem die Mücken dann ihr Abendessen bekommen hatten, gab es auch für uns Essen, einen riesigen Topf mit Käsespätzle, was will man mehr 😊.

Und dann war auch schon wieder Sonntag und gleichzeitig der letzte Tag. Nach einem nahrreichen Frühstück haben wir noch den Zeitplan für unsere kommende Sommerreise aufgestellt, während schon überall im Haus angefangen wurde mit Aufräumen und Putzen, sodass wir gegen Mittag bereit für die Heimfahrt waren.

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