Iyolwa – Water & Health Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Letzte Woche waren wir mit sechs EWB’lern und vierzehn Arbeitern auf der Baustelle, um zu mauern, Schalungen herzustellen und zu betonieren. Am Samstag fand außerdem ein Schulfest statt, bei dem traditionelle Tänze und Gedichte auf einen Gottesdienst folgten.

Updates von der Baustelle
Mit vereinter Kraft von ugandischen Fachkräften, Helfern und deutschen EWB’lern konnten wir diese Woche auf der Baustelle gut vorankommen. Die vier Maurer haben fast die kompletten Mauern des Schlafraums für die Jungs auf einen Meter hochgezogen, obwohl wir zu Beginn große Probleme mit den ISSB (Interlocking Stabilised Soil Blocks) hatten. Diese sind sehr trocken und ziehen aus dem Mörtel, der Verbindungsschicht zwischen den Steinen, sehr viel Wasser. Wir konnten dem Problem entgegenwirken, indem wir die Steine beim Mauern anfeuchten und den Zementanteil im Mörtel verringern. So konnte bereits die erste Mauer auf eine Höhe von 2,50m hochgemauert werden. Dabei muss natürlich Hand in Hand mit den beiden Zimmermännern gearbeitet werden, um pünktlich ein stabiles Gerüst für die Tätigkeiten in der Höhe zu bekommen. Außerdem stehen mittlerweile die Bewehrungskörbe für 26 Stützen. Für die weitere Fertigung der Stützen wurde diese Woche begonnen die ersten Schalungen für eine Eck- und eine Mittelstütze herzustellen. Der deutsche Plan für die Eckschalung musste dabei dem stabileren ugandischen Entwurf den Vortritt lassen, was auf große Freude bei den Arbeitern stieß.

Währenddessen wurde ein weiterer Teil der Fundamente betoniert und es konnten andere Bereiche ausgeschalt werden. Dabei wurde ein seitliches tiefes Loch in einem ausgeschalten Fundament entdeckt, das wir mit einem speziellen Mörtel ausbessern konnten. Für alle übrigen Fundamente haben wir mit großem Zeitaufwand das Schnurgerüst gespannt, um daran vor dem Betonieren exakt die Bewehrungen und Schalungen auszurichten.

Bei unseren Arbeiten werden wir rund drei Mal pro Woche von dem einheimischen Architekten James besucht, um sich über den Fortschritt, Entscheidungen und seinen Plan für das Dach auszutauschen. Er wird es sein, der den Bau unseres Daches in die Hand nimmt, wenn wir bereits wieder in Deutschland sind.

 

Premiere des Schulfests mit 500 Gästen
Am Samstag fand an der Schule ein großes Fest statt. Schon in der Woche davor wurde hierfür eifrig geprobt und es schallte manchmal Musik zu uns herüber auf die Baustelle.

Die Schüler*innen haben sich schon davor sehr auf das Fest gefreut, da ihre Eltern eingeladen waren und es zur Feier des Tages ein Festessen gab. Dafür wurden extra morgens um vier Uhr zwei Kühe und 50 Hühner geschlachtet.

Wir haben es leider nicht geschafft uns die Aufführungen anzuschauen, weil wir am Samstag stark auf der Baustelle eingespannt waren. Allerdings waren Julia und Jonas am Freitagabend bei der Generalprobe und konnten sich dort die traditionellen Tänze aus verschiedenen Ländern der Region, begleitet von Trommelmusik und Gesang, anschauen.

 

Besuch bei der Technical School
Jacqueline und Kathi sind am Dienstagnachmittag spontan zur Technical School in Iyolwa gefahren, um sich mit John Wilson, dem Lehrer für Konstruktionslehre, zu treffen. Glücklicherweise war er an der Schule und führte sie über das Gelände. Insgesamt wohnen ca. 250 Schülerinnen und Schüler auf dem Gelände und werden in unterschiedlichen Fachrichtungen als Näher, Klempner, Mechaniker oder Maurer ausgebildet. Die Absolventen haben schließlich die Möglichkeit als Fachkraft zu arbeiten oder ein Studium in dem jeweiligen Bereich zu beginnen.

Bisher beschränkte sich die Zusammenarbeit zwischen der Schule und EWB auf ISSB-Workshops. Diese wurden von uns gehalten und behandelten vor allem das Herstellen der umweltschonenderen Steine, die wir mit den Schülern gepresst haben. Für John Wilson und einige seiner Schüler möchten wir nun während dieser Bauphase eine Baustellenführung ermöglichen, um ihnen die Arbeitsweise mit ISSB-Steinen für ein Gebäude zu erklären.

Julian und Laura haben ihre arbeitsreiche Zeit auf der Baustelle nun beendet und gönnen sich jetzt noch ein paar Tage Urlaub bis es wieder zurück nach Deutschland geht. Außerdem werden die beiden vor ihrem Abflug noch bei unserem ehemaligen Projekt in Ssama vorbeischauen und bei der dortigen Trinkwasseraufbereitungsanlage die Solartechnik und die Wasserqualität überprüfen.

Kai ist nach seinem Urlaub auf dem Weg zurück nach Iyolwa und wird uns nächste Woche wieder auf der Baustelle unterstützen.

 

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