Iyolwa – Water & Health Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Abgeschlossen

Begonnen

April 2015

Beendet

Oktober 2021

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Abgeschlossen

Begonnen

April 2015

Beendet

Oktober 2021

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

In der letzten Woche geht es für die erste Reisegruppe nach Kibaale im Westen Ugandas. Dort wartet ein volles Programm auf unsere Reisenden.

In unserem letzten Blogeintrag wollen wir einen Einblick in die Zeit in Kibaale mit EMESCO gewähren. EMESCO ist eine NGO, die Entwicklungsarbeit in der Region Kibaale leistet. Sie vermittelt Projekte an Organisationen aus aller Welt und stellt der lokalen Bevölkerung Unterstützung und Expertise bereit. 

Donnerstag morgens, am Tag nach unserer Ankunft, wurden wir von Dr. Emely Kugonza im Headquarter von EMESCO empfangen. Dass Emely eine sehr bewandte, eindrucksvolle Person ist, merkte man bereits zu Beginn unseres Kontaktes vor Ort. Im Verlauf unseres Aufenthalts stellte sich heraus, wie einflussreich und gut vernetzt er tatsächlich ist. Für seine Entwicklungsarbeit ist er schon durch 104 Länder gereist und hat international sowie auch in die nationale Politik sehr gute Kontakte. Nach der ersten Begrüßung startete im Nebengebäude das Frühstück in großer Runde, bei dem wir die wichtigsten Verantwortlichen der Organisation kennenlernten und das Kernkonzept von EWB kurz präsentieren durften. Da im letzten Projekt die Organisation mit viel Spontanität und ein paar Verspätungen ablief, waren wir erstaunt als wir beim Frühstück schon den fertig ausgearbeiteten, sehr detaillierten Zeitplan für die nächsten fünf Tage vorgelegt bekamen.  

Gemeinsam mit den Verantwortlichen der NGO haben wir unsere Tour mit einem Gespräch, bei dem auch die Lokalregierung des Subcountys anwesend war, gestartet. Dabei wurden wir darüber aufgeklärt, dass an den Schulen insbesondere Latrinen und Räume fehlen, die Mädchen während ihrer Periode ein hygienisches Wechseln ihrer Pads ermöglichen. In der darauf besuchten, staatlichen Grundschule konnten wir vor Ort sehen, wie EMESCO gemeinsam mit Partnern dieses Problem bewältigt, indem neue Latrinen errichtet werden. Es wurden uns jedoch auch direkt weitere große Probleme von der Schulleitung aufgezeigt: Die Wasserstelle ist zu weit weg und das Wasser müsste zum Trinken eigentlich abgekocht werden. Zudem sind zu wenige beziehungsweise zu kleine Klassenräume vorhanden. Wie sich in den nächsten Tagen herausstellte, waren diese Probleme sehr repräsentativ für Schulen in Kibaale. Vor allem den Wunsch nach neuen Klassenräumen äußerte jede der fünf weiteren besuchten Schulen. Während in der ersten Schule die Klassenzimmer zwar zu klein, aber immerhin aus Zement gebaut waren, wurden die Zustände und Standards der Schulen zunehmend schlechter: Die Klassenzimmer einer der besuchten, von der Gemeinde getragenen Grundschule, waren von der Dorfgemeinde behelfsmäßig aus Lehm errichtet worden. Hier gab es zum Teil größere Löcher in den Wänden, keine Türen und einen großen Spalt zwischen Wänden und Dach, was vor allem bei schlechtem Wetter den Unterricht zusätzlich erschwert. Neben insgesamt sechs Grundschulen besuchten wir in unserem straffen Zeitplan auch Wasserquellen und Krankenstationen. Ersteres gab es sowohl in natürlicher Form, welche wir durch kleine Spaziergänge durch die steinige und leicht bewaldete Umgebung entdecken konnten, aber auch in ausgebauter Form als sogenannte “shallow wells”. Diese wurden dank europäischer Spendengelder finanziert und letztendlich von EMESCO umgesetzt und ausgebaut. Den weitreichenden Einfluss, den unser Projektpartner in der Umgebung hatte, konnten wir auch bei dem Besuch von Krankenstationen und Ausbildungszentren beobachten. Bei den Ausbildungszentren handelt es sich um kleine, selbstständige Betriebe, wie beispielsweise Friseure oder Mechaniker. Durch die Unterstützung der Ausbilder*innen und der Ausstattung von Materialien ermöglicht EMESCO Jugendlichen ohne Zugang zur Schule dennoch eine Zukunft durch eine Schnellausbildung, die gerade einmal sechs Monate dauert. Durch das erlernte Handwerk und die erworbenen Kenntnisse in Buchhaltung und Entrepreneurship, haben die Auszubildenden eine gute Aussicht auf eine Festanstellung oder können sich sogar selbstständig machen und ihr Wissen weitergeben. Uns war schon früh bewusst, dass EMESCO einen großen Einfluss in der Region hat, jedoch kamen in den letzten fünf Tagen immer wieder neue Überraschungen auf uns zu. Wir wurden nicht nur im lokalen Radiosender vorgestellt, sondern durften auch den Finanzminister von Uganda persönlich kennenlernen. In einem zusammenfassenden Meeting, in dem wir in einer kleinen Präsentation unsere Eindrücke und Vorstellungen für potenzielle Projekte präsentierten, bekamen wir von EMESCO sehr konstruktives Feedback zu den von uns vorgeschlagenen Lösungsansätzen. Nach dem morgendlichen Meeting verabschiedeten wir uns von Emely, bekamen aber noch eine letzte Tour, in der wir unsere Projektideen konkreter erkunden konnten. Alles in allem erhielten wir bei unserem letztem Projektpartner unserer ersten Erkundungsreise noch einmal vielfältige Eindrücke. Diese reichten von ärmlichen Verhältnissen auf dem Land bis hin zu aufschlussreichen Gesprächen mit führenden Personen aus den Gemeinden. Doch ungeachtet des Ortes, wurden wir immer herzlichst empfangen und durften viele freundliche Personen mit bewegenden Geschichten kennenlernen. 

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