Iyolwa – Water & Sanitation Unterstützung für ein Schulzentrum in Uganda
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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

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Status

Laufend

Begonnen

April 2015

Mitgliederzahl

30

Land

Uganda

Ort

Iyolwa

Nachdem in der letzten Woche fast ausschließlich über die Erkundung und unser altes Projekt in Ssama berichtet wurde, folgt nun ein Bericht aus Iyolwa. Mittlerweile sind auch Fabi und Henrique in Iyolwa eingetroffen, pünktlich um gemeinsam mit Elli ihren Geburtstag zu feiern und weitere Aufgaben vor Ort anzugehen. Mit Jonathan und Leo ist außerdem eine weitere kleine Reisegruppe nun in Kampala und Umgebung unterwegs, die den Verkauf des Autos vorantreibt und sich nach einem neuen Wagen umschaut.

Seit über einer Woche sind Elli und Philip bereits in Iyolwa auf der Baustelle aktiv

Nach einer langen und ziemlich verrückten Fahrt mit dem Matatu von Kampala nach Iyolwa sind wir spät abends herzlichst in der Schule in Empfang genommen worden. Für uns beide ist es das erste Mal, dass wir unsere Projekte in Wirklichkeit sehen.
Die ersten Tage waren vor allem anstrengend, weil wir uns erst einleben und organisieren mussten. Für uns war es schwierig gleich die richtigen Leute zu finden, und zwar die, die wissen wie und wo anzupacken, und wie man am besten mit uns arbeitet. Doch waren wir nach zwei Tagen ein starkes Team aus 9 Leuten mit dem Ziel vor Augen, die Zisternen zur Wasserlagerung zu verputzen.

Mittlerweile verstehen wir uns immer besser mit unserem Vorarbeiter Opio und seinen Jungs, die Stimmung wird immer lockerer und es macht uns sehr viel Spaß zusammenzuarbeiten. Inzwischen haben wir schon einige Schwierigkeiten überwunden und sind mit der nördlichen Zisterne fertig. Die Wand ist durch Draht gestärkt, verputzt und auch Decke und Boden sind fertig. Nun heißt es hier abwarten, da die Putzschicht etwa 4 Wochen trocknen muss bevor eine wasserabweisende Schicht aufgetragen werden kann. Seit 2 Tagen sind wir an der südlichen Zisterne. Hier arbeiten wir schneller, da wir die einzelnen Schritte nicht mehr durchdenken müssen und sind voraussichtlich am Dienstag oder Mittwoch fertig.

Um keine Stillstände zu haben,  versuchen wir gleichzeitig die weiteren kleinen Baustellen zu durchdenken und langsam auch damit anzufangen. Ein größeres Projekt war der Austausch des Hochtanks. Doch den 5000 Liter Hochtank vom 3 m hohen Hochtankgerüst herunterzuheben, konnte nur mit vereinten Kräften des gesamten Teams funktionieren. Den neuen 4000 Liter Tank auf das Gerüst zu stellen, war allerdings kein Problem. Doch wurde unsere Arbeit leider durch die Regenzeit zunichte gemacht. Uns hat ein Unwetter überrascht und der Wind hat den Tank vom Hochgerüst weggefegt. Hier werden wir wohl am Montag von vorne anfangen müssen. Außerdem haben wir begonnen die Rohre für den Hochtank und die Zisternen zu verlegen sowie für die Pumpe ein kleines „Haus“ gebaut, da diese nahe der Zisterne installiert wird und vor Regen geschützt werden muss.

 

Am letzten Sonntag hatten wir Arbeitspause. Wir lernten erstmals Father Thomas kennen. Er ist ein sehr beeindruckender Mann, der innerhalb der drei Jahre, die er hier im Dorf gelebt hat, eine Schule aufgebaut hat, die inzwischen fast 500 Kindern einen Zugang zu Bildung ermöglicht. Hier werden Freundschaften geknüpft und Zusammenhalt gestärkt. Sowohl die Kinder der Schule als auch die Lehrer sind zuvorkommend, freundlich und herzlich und es herrscht eine unglaublich schöne und angenehme Stimmung auf dem Campus. Wir sind hier an einem Ort gelandet, an dem wir uns sehr wohl und unterstützt fühlen und an dem gemeinsam für eine gute Sache Hand angelegt wird.

Am Samstagabend sind Henrique und Fabi zu uns gestoßen, pünktlich zur Geburtstagsfeier von Elli. Nach ihrer stundenlangen Anreise erwartete die beiden dort erstmal ein Stück Geburtstagskuchen. Gleichzeitig heißt das, wir sind jetzt zu viert in Iyolwa und können neben der Arbeit auf der Baustelle auch noch weitere Aufgaben angehen. Eine Aufgabe wird sein, dass wir uns um einen neuen Caretaker kümmern wollen, da der vorherige wegen einer Straftat nicht mehr von unserem Projektpartner auf dem Gelände geduldet werden kann. Dieser soll für uns unsere Projekte in Schuss halten, damit unsere Projekte auch weiterhin laufen und der Schule von Nutzen sein können.

 

 

Vor ihrer Ankunft in Iyolwa waren die beiden in Kontakt mit zahlreichen NGOs

In der zweiten Woche der Erkundungsreise wollten wir uns vor allem ein genaueres Bild der sozialen Struktur Ugandas schaffen. Vor der Fahrt von Kamengo nach Kampala am Montagabend zeigte Father Ssonko mehrere für die Fischzucht gebaute Teiche (Highlandponds), die jedoch nicht betriebsfähig waren. Grund dafür sind Risse in den Teichmauern, deren Abdichtung ein mögliche Maßnahme wäre, mit der wir als Verein Father Ssonko unterstützen könnten.
Am Dienstag,  den 13.03.2018, hatten wir – wie so häufig – Probleme mit unserem alten Auto. Wie üblich wollte der Motor nicht anspringen. Nach emsigem Schieben des Autos und mit Hilfe der Gemeinde schafften wir es erneut den Motor zum Laufen zu bringen. Daraufhin brachten wir das Auto zu einem Mechaniker in der Kampala. Da uns das alles sehr viel Zeit gekostet hat, mussten wir uns am Nachmittag getrennt die Aufgaben angehen. Einer von uns kümmerte sich um das Auto. Der Mechaniker sollte uns alle fälligen Reparaturen und deren entsprechende Kosten auflisten, sodass wir danach, zusammen mit den Mitgliedern in Deutschland, entscheiden konnten, was am Auto alles konkret gemacht werden muss. Das natürlich immer mit Rücksicht auf unser Endziel; den Verkauf des Wagens. Der Andere traf sich mit dem Leiter einer non-profit Organisation namens ECOaction. Die Organisation versucht in Banda, einer armen Gegend in Kampala, die Menschen aufzufordern ökologischer mit Müll umzugehen. Mithilfe von Workshops zum Thema Müllentsorgung werden Komposttechniken der Kommune nähergebracht. Zudem entwarfen sie in Zusammenarbeit mit einer Universität in Kampala sogenannte Greenhouses. Es handelt sich hier um kleine, kostengünstige Gewächshäuser, die aus PET-Flaschen gebaut sind und sich für den Anbau einer gewissen Menge Nahrungsmittel auf kleinem Raum eignen. Bei der praktischen Umsetzung dieses Projektes würden die Einwohner Bandas fähig sein sich selbst zu versorgen.

Auch ein Treffen mit der NGO 22-Stars führte uns nur zwei Tage später wieder nach Banda. Sie betreibt dort eine kleine Schmuckmanufaktur und sammelt Spenden, um mit dem eingenommenen Geld die Schulbildung von Kindern zu ermöglichen, die sich das sonst nicht leisten können. Bislang konnten durch den Einsatz der Gruppe insgesamt 210 Kinder zur Schule gehen.

Father Thomas wurde offiziell in Iyolwa verabschiedet und die letzten beiden Mitglieder sind angekommen

Am Donnerstag landeten noch die letzten beiden Reisenden Jonathan und Leo in Entebbe. Deren Hauptaufgabe ist es, das Auto endgültig für den Verkauf fit zu machen und sich direkt nach einer neuen Alternative umzuschauen.

Außerdem fand am Sonntag noch ein besonderer Gottesdienst in Iyolwa statt. Father Thomas wurde offiziell aus seinem Amt als Pfarrer von St. Francis der Gemeinde Iyolwa verabschiedet und wird nun für die Mission in Rom tätig sein. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals für die tolle Zusammenarbeit in den letzten 3 Jahren bedanken und wünschen ihm selbstverständlich viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe. Father Robert wurde an seiner Stelle ernannt und hat heute seine erste Messe gehalten. Er ist ein guter Freund von Thomas und hat uns zugesichert, dass wir auch in Zukunft mit ihm, der Pfarrei und der Schule zusammenarbeiten werden. Wir freuen uns auf eine weitere gute, enge und verbindliche Zusammenarbeit mit Father Robert.

 

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