Jello Adancho Wir versorgen ein Dorf in Äthiopien mit sauberem Trinkwasser
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Status

Abgeschlossen

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

13

Land

Äthiopien

Ort

Jello Adancho

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Status

Abgeschlossen

Begonnen

November 2015

Mitgliederzahl

13

Land

Äthiopien

Ort

Jello Adancho

Montag nach Ostern ging es in alter Frische weiter. Die letzten Steine konnten bis mittags gemauert werden, sodass das Duschhaus halbwegs stand. Da der Ringanker nicht die erwarteten Maße hatte…

Montag nach Ostern ging es in alter Frische weiter. Die letzten Steine konnten bis mittags gemauert werden, sodass das Duschhaus halbwegs stand. Da der Ringanker nicht die erwarteten Maße hatte

, wurde Nachmittags der Ringanker neu konzipiert und die entsprechenden Bügel gebogen. Dienstag wurden große Schritte in Richtung Vollendung der Toilette unternommen. Basti baute mit den Arbeitern das Gestell und und Dach darauf. Die Bewährungsstücke wurden geflickt und der Plan war, direkt noch Nachmittags zu betonieren. Leider stellte sich nach dem Essen die Verschalung als größeres Problem heraus. Die dafür angesetzte Stunde war schnell überschritten, erst abends wurden wir damit fertig und zufrieden. Dafür war nun alles betonierfertig.
Abends saßen wir noch ums Lagerfeuer, es gab Stockbrot und gebratene Kartoffeln, dazu wurde an ein paar Blackstories geknobelt. Aber die Müdigkeit schickte die Matrosen schnell in die Kojen.

Grundsätzlich fing der Mittwoch sehr vielversprechend an, aber unsere Laune sollte später noch gedämpft werden. Wie immer waren wir früh aufgestanden und hatten morgens den Mischer angeworfen. Nach zwei anstrengenden Stunden hatten wir den Ringanker betoniert, während der Biscuit-Pause waren wir in Hochstimmung. Noch vormittags fingen wir mit der Verrohrung an, die Arbeiter schickten wir nach Hause. Zuerst lief alles glatt. Wasser abgestellt, Rohr über dem Wasserzähler ausgebaut und gekürzt, Gewinde drauf und Teflon, danach alles wieder rein. Noch ein Kugelhahn drauf und alles könnte perfekt sein, wären da nicht die fünf Lecks. Klasse! Alles wieder auf, diesmal könnte es klappen. Oder auch nicht, weil beim Versuch, den Flansch zu richten, ein Loch ins PE-Rohr gestochen wurde. Damit fiel die Mittagspause flach, die Leute warteten am Zaun auf Wasser. Bis zum Sonnenuntergang dauerte die Aktion schließlich, zig mal an- und abschrauben, sowie neues PE-Rohr verlegen, bis schließlich alles stand, aber noch nicht dicht war.
Am Ende des Tages geschah doch noch ein Wunder: Basti kochte uns etwas. Tüten-Kartoffelbrei im Magen ging es früh ins Bett.

Donnerstag konnte ja nur besser werden. Bis zum Frühstück hatten wir den Ringanker komplett ausgeschalt, das gut verdichtete Resultat konnte sich sehen lassen. Das Team teilte sich dann in zwei Gruppen auf, Lorena, Lukas K. und Andi fingen mit den Stützen fürs Dach an und hatten bis zum Ende des Tages den Dachstuhl fast fertig. Team Rohrleitung aus Basti, Jan und Lukas H. war weniger erfolgreich. Die schon verlegten Rohre für Dusche und Waschstellen waren fast überall undicht und mussten erneuert werden. Es ging nur langsam voran. Lorena und Lukas gingen um 17:00 Uhr auf den Markt, um frisches Gemüse zu kaufen. Als sie wiederkamen, war nur die linke Seite der Duschen dicht, Basti und Jan dafür genervt. Insgesamt trotzdem ein erfolgreicher Tag, die erste Dusche im Duschhaus konnte genommen werden, allerdings nur mit einem senkrechten Rohr auf Hüfthöhe. Aber immerhin. Abends half uns Getachus Sohn noch, Kaffeebohnen ordentlich zu rösten, somit war die Unabhängigkeit vom Instantkaffee erreicht.

Glorious Friday entlohnte dann die Strapazen der letzten Tage. Angetrieben von selbst gemachtem äthiopischem Kaffee ging es direkt zur Sache. Unter ohrenbetäubendem Lärm nagelte das Dachteam ruckzuck die Wellblechplatten auf den Dachstuhl, war dabei jedoch etwas freigiebig mit den begrenzten Nägeln, weshalb noch vor der Mittagspause ein Baustopp eingelegt wurde. Aber das Dach konnte man als fertig betrachten. Währenddessen nahmen Lukas H. und Jan die zweite Hälfte der Rohre in Angriff: raus geschraubt, Teflon drauf, wieder rein und Drucktest. Das ging wieder nur langsam vorwärts, aber immerhin. Die Frühstückspause mit leckeren Biscuits (ja, sie schmecken jeden Tag so gut wie am Anfang, ganz ehrlich!) gab neue Energie, bis Mittags waren alle Rohre bis zu den Waschtischen dicht, alle mit Schellen an der Wand befestigt und zwei Duschen schon einsatzbereit.

Kurzes Zwischenfazit: Die Verrohrung hatten wir unterschätzt, nach drei Tagen Scheißarbeit ohne sichtbares Resultat waren wir immer noch nicht fertig, weil der 2”-Kugelhahn noch leckte. Das Dach war das Gegenteil: Zwei Tage Anstrengung an einer dankbaren Arbeit und alles war fertig.

Nachmittags wurde weiter gearbeitet, der tiefere Waschtisch wurde in eineinhalb Stunden betoniert, die Stützen für den zweiten wurden gemauert. Danach bauten die Arbeiter quasi selbstständig eine Viehtränke, Andi, Lorena, Lukas und Lukas begannen mit der Verschalung von Waschtisch Nummer zwei. Sehr stolz wurden abends die ersten richtigen Duschen genossen, Andi kochte Nudeln für alle und es wurde ein Schlückchen Whiskey getrunken.

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