Kyamulibwa – Tailoring Futures Eine Ausbildungsstätte für junge Frauen in Kyamulibwa

Status

Laufend

Begonnen

November 2025

Mitgliederzahl

25

Land

Uganda

Ort

Kyamulibwa

Status

Laufend

Begonnen

November 2025

Mitgliederzahl

25

Land

Uganda

Ort

Kyamulibwa

Hello again 🙂
So schnell startete auch schon die zweite Woche.

Nun stand auch der Tag der Abreise unseres Projektpartners Robert Bbaale bevor. Am Morgen klärten wir noch die letzten Fragen mit ihm und nahmen den ersten Clip für den Imagefilm auf – und man muss sagen: Robert hat das extrem souverän gemacht. Ein Take, und alles war im Kasten. Nachdem wir Robert noch ein kleines Mitbringsel aus Deutschland überreicht hatten, ging es für ihn ans finale Packen. Währenddessen planten wir unseren anstehenden Trip nach Kampala gegen Ende der Woche.
Begleitet von vielen fleißig winkenden Händen – natürlich auch unseren – machte sich Robert am Nachmittag auf den Weg zum Flughafen.

Am Dienstag bekamen wir im Beisein von Father Richard und den Board-Members des Kyamulibwa Technical Institute (kurz: KTI) einen Baugrund zugewiesen. Dabei durften wir selbstverständlich unsere Wünsche äußern.
Am nächsten Tag ging es direkt ans Vermessen und an die Bodenproben. Die Vermessung kostete viel Zeit und Nerven, da die Technik nicht ganz so wollte wie wir. Am Ende des Tages hatten wir es aber geschafft – und dank des Durchhaltevermögens von Pia und Jonas einen richtig guten Lageplan.
Julius widmete sich währenddessen den Bodentests. Zusammen mit dem Maurerlehrer Godfrey und dem Schweißlehrer John nahmen sie eine Bodenprobe und bauten eine Schalung, um den Test durchführen zu können. So wollten wir prüfen, ob der Boden zur Herstellung von ISSB-Steinen geeignet ist.

Im Laufe der Woche klärten wir weitere Fragen zur Bedarfsanalyse mit Sister Goreth und zwei Sozialarbeiter*innen, Jacky Nabwame und Nicholas Turyamureba. Alle bestätigten den Bedarf des Skilling Centers und sagten uns ihre Unterstützung für die nächsten Schritte zu.

Außerdem durften wir Mr. Zzerimenia, den Besitzer einer Nähfabrik in Kampala, auf seinem neuen Gelände nahe Kyamulibwa besuchen. Er führte uns über die Baustelle und das gesamte Areal. Der Besuch war für uns besonders bedeutend, weil die Fabrik aufgrund der Nähe und des großen Angebots potenzielle Arbeitsplätze für die Absolventinnen des Skilling Centers bieten könnte.

Ach ja – und wir hatten unser erstes Mal Rolex. Es wurde nicht zu viel versprochen!
Mit ordentlich viel Fett, selbstgemachtem Chapati, Omelett und frischen Tomaten ist es ein superleckeres Mittag-, Abend- und Zwischendurch-Essen!

Am Donnerstagvormittag ging es für uns dann nach Kampala, die Hauptstadt Ugandas. Damit verabschiedeten wir uns vorerst von unserem neuen Zuhause – mit dem Versprechen auf ein baldiges Wiedersehen!
Martina, eine Entwicklungshelferin aus Deutschland, die seit vier Jahren in Kyamulibwa lebt, begleitete uns als Reiseführerin. Da sie schon oft dort war, konnte sie uns wertvolle Tipps geben und war eine große Hilfe.

Nach der langen Fahrt waren wir ziemlich erschöpft und machten uns einen entspannten Abend im Hostel. Dort trafen wir andere Deutsche, und es wurde viel gequatscht, gelacht und sich über Uganda und persönliche Erfahrungen ausgetauscht.

Am nächsten Morgen ging es mit den Boda Bodas auf einen Handwerkermarkt.
Boda Bodas sind Motorradtaxis, die einen für einen bestimmten Preis überall hinfahren. Wir würden jedem einmal empfehlen, damit zu fahren. Es macht wahnsinnig Spaß und ist oft die einzige Möglichkeit, sich in Kampala schnell fortzubewegen.

Am Nachmittag hatten wir – auf Empfehlung von Sister Goreth – einen Termin bei der Tailor Association. Die Uganda Tailors Association ist eine 2012 gegründete Organisation. Als Dachverband vereint und stärkt sie Schneiderinnen und Schneider, fördert ihre Professionalisierung und setzt sich für ihre Rechte und sozialen Werte ein. Ziel ist es, die Fähigkeiten der Mitglieder zu verbessern, die Bekleidungsproduktion zu fördern und durch die textile Wertschöpfungskette Mehrwert sowie Importsubstitution zu unterstützen. Begrüßt wurden wir dort mit sehr inspirierenden Worten von Sharon Ssekimpi, einer Mitarbeiterin. Zu unserer Freude konnten wir sie direkt als weitere Stimme für unseren Imagefilm gewinnen.

Als kleines Dankeschön dafür, dass sie und eine Schneiderin an ihrem freien Tag ins Büro gekommen sind, gingen wir nach dem Gespräch noch zusammen ins Café, bevor wir zurück ins Hostel fuhren. Denn am Nachmittag stand eine Boda-Boda-Stadtführung auf dem Programm, damit wir Kampala noch besser kennenlernen konnten.

Während der Tour sahen wir unglaublich viel: das Botschaftsviertel, die Moschee, die Innenstadt, den Taxipark und noch Vieles mehr. Den Abend ließen wir gemütlich im Hostel ausklingen, bevor wir uns früh morgens auf die Reise zum Standort unseres Vorgängerprojekts in Kinyo machten.

GaLiGrü
Pia, Anne, Jonas und Julius

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