Kyamulibwa – Tailoring Futures Eine Ausbildungsstätte für junge Frauen in Kyamulibwa

Status

Laufend

Begonnen

November 2025

Mitgliederzahl

25

Land

Uganda

Ort

Kyamulibwa

Status

Laufend

Begonnen

November 2025

Mitgliederzahl

25

Land

Uganda

Ort

Kyamulibwa

Harriet mit der Reisgruppe

Halbzeit – die dritte Woche ist angebrochen und wir haben uns auf den Weg nach Kinyo, dem Standort unseres Vorgängerprojekts, gemacht.

Halbzeit – die dritte Woche ist angebrochen und wir haben uns auf den Weg nach Kinyo, dem Standort unseres Vorgängerprojekts, gemacht. Mit Zwischenstopp und Umstieg ging es das letzte Stück mit einem Fahrer direkt an die Schule. Erkannt wurde der Standort anhand der Toilettenhäuser.

Dort standen wir dann: mit Gepäck und etwas orientierungslos. Zum Glück entdeckte uns Miriam und die Köchin der Schule und begleitete uns vom Schulgelände hinunter ins Kinderdorf.

Im Gästehaus angekommen, wurden wir von allen herzlich begrüßt. Am Abend liefen Julius und Jonas mit Harriet und ein paar anderen zur Wasserquelle, während sich Pia und Anne zum Sonnenuntergang an den Viktoriasee setzten. Diesen Blick würden wir gerne jeden Tag genießen. Relativ früh ging es dann auch schon ins Bett. Für die Woche standen folgende Aufgaben an: die Solaranlagen reparieren, Befragungen mit Lehrer*innen und Schüler*innen durchführen, die Vertragsübergabe vorbereiten und das Lager sortieren. Am Sonntag muss nämlich alles fertig gepackt auf einem Transporter liegen.

Am ersten Tag in Kinyo machten wir uns gegen 13 Uhr auf den Weg zur Schule, um uns der Elektrik und dem Lager zu widmen. Während Julius direkt loslegen konnte, schmiedeten Pia, Jonas und Anne einen Plan, wie wir die Lageraufräumaktion am nächsten Tag sinnvoll angehen würden. Es war jedoch gar nicht so einfach, einen Überblick zu bekommen.

Der darauffolgende Tag war sehr produktiv. Julius arbeitete weiter an der Elektrik, während Pia, Jonas und Anne das komplette Lager auf den Kopf gestellt und die Sachen für den Transport sortiert haben. Nach Rücksprache mit dem EWB-Team in Deutschland beschlossen wir, mehr als die Hälfte der Materialien dazulassen – vor Ort kann man mit vielem einfach mehr anfangen als am nächsten Projektstandort.

Nachdem das erledigt war, führten wir noch eine erste Begutachtung der Toilettenhäuschen durch.
Zur großen Freude hatten Personen aus der lokalen Community die Wasserleitungen im Kinderdorf, die seit Dezember defekt waren, repariert. Und wir konnten den Schmutz des Arbeitstags endlich in der ersten Dusche abwaschen.

Am nächsten Tag maßen wir die Toilettennutzung. Wir – Pia, Jonas und Anne – leisteten mir – Julius – Gesellschaft, während wir Strichlisten führten und Befragungen mit den Schüler*innen durchführten. Dabei lenkten wir die Kids womöglich etwas vom Unterricht ab – aber ein bisschen Spaß im Schulalltag ist doch okay, oder? 😉
Die Schüler*innen waren sowohl an der Elektrik als auch an den Befragungen sehr interessiert. Da konnte es schon vorkommen, dass plötzlich mehr Kinder auf dem Klo als im Unterricht waren.

Am Nachmittag nutzen wir die Zeit, um Protokolle zu schreiben und die Menschen vor Ort besser kennenzulernen. Vor allem Peter, der Pastor, leistete uns Gesellschaft und brachte uns ein Kartenspiel namens Matatu bei. Es ähnelt tatsächlich Uno, nur mit normalen Spielkarten. Wir alle hatten auf jeden Fall Spaß!

Nach dem Mittagessen führten wir weitere Befragungen mit den Lehrer*innen durch und schlossen die Arbeiten an der Elektrik final ab. Den Abend ließen wir bei ein bis zwei Runden Matatu ausklingen.

Nach einem ruhigen nächsten Tag durften wir am Abend am Lagerfeuer zur Einleitung des Sabbattags teilnehmen. Dieser Gottesdienst findet jeden Freitagabend statt. Es wird viel gesungen, Geschichten erzählt, gepredigt und gelacht. Es war ein richtig schönes Beisammensein und ein toller Ausklang für die ereignisreiche Woche!

Happy Sabbath everyone!
Da der Samstag für die Gemeinde im Dorf der wichtigste Feiertag ist, bestand er hauptsächlich aus Gottesdienst. Wir wurden herzlich begrüßt und eingebunden. Neben den Gesängen der Kinder gab es auch eine kleine Einlage von uns. Zum Glück hatten die Reisegruppen der vergangenen Jahre Vorarbeit geleistet – sodass die Kinder im Refrain von Laudato si fleißig mitsingen konnten.

Nach einem entspannten Samstag hieß es am Sonntag Abschied nehmen. Der Truck wurde gepackt, das Frühstück verspeist und eine letzte Runde über das Gelände gedreht. Zum Abschied kamen alle Lehrer*innen nochmal zusammen und es wurden einige Nummern ausgetauscht. Es flossen auch ein paar Tränen – denn das war vorerst der letzte offizielle Besuch unserer Projektgruppe in Kinyo.
Da noch eine lange Fahrt vor uns lag, machten wir uns auf den Weg Richtung Kampala!

GaLiGrü
Pia, Anne, Jonas und Julius

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