Zu Beginn der Woche waren wir in Kampala bei unserem Lagerplatz. Nachdem wir wieder zurück am Gästehaus in Kyamulibwa waren, war die Wiedersehensfreude groß. Zur Feier des Tages gab es Luwombo mit Groundnuts, Matoke und Süßkartoffeln. Nach dem langen Tag fielen wir aber auch schnell in unsere Betten.
Der nächste Morgen begann wie gewohnt mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach machten wir uns direkt auf den Weg zum Kyamulibwa Technical Institute (KTI), um den Videodreh weiter voranzubringen. Allzu viel Zeit blieb uns am Projektstandort nämlich nicht mehr. Also nahmen wir noch ein paar letzte Foto- und Videoaufnahmen mit den Auszubildenden auf.
Zum Mittagessen gab es klassisch Posho und Bohnen. Anschließend führten wir ein kurzes Gespräch mit dem Rektor, Akasius Ssekanjako, des KTI über die geplante Einbindung der Auszubildenden beim Bau des Skilling Centers. Er will das Projekt gerne fest im Schulplan verankern, da das KTI bereits einige Ausbildungsbereiche, unter anderem Bauwesen und Elektrotechnik, anbietet. Daher ist das eine tolle Chance für alle Beteiligten.
Am Abend gab Aggie uns noch eine kleine Kochstunde, damit wir auch in Deutschland eine leckere Rolex, eine lokale Speise, zubereiten können. Sah alles gar nicht so schwer aus, die Umsetzung zu Hause wird’s zeigen. 😉
Am Mittwoch stand ein besonderes Programm an. Zusammen mit Jacky besuchten wir die drei Schulen in Kyamulibwa: zuerst die St. Kizito Primary School, danach die St. Leonard Prim.-School und zum Schluss die Holy Family Secondary School. Die Schüler:innen führten Tänze auf, die Community zeigte uns das Schulgelände, während wir fleißig filmten. Die Menschen vor Ort haben uns immer herzlich empfangen.
Am nächsten Tag ging es für uns, zusammen mit Sister Goreth sowie Tom, dem Fahrer und Bauexperten, quer durchs Land. Wir besuchten Steinbrüche, Sandgruben, eine Ziegelfabrik und später noch einen großen Baumarkt. Dabei besorgten wir auch schon einige Werkzeuge: Schaufeln, Schubkarren, Warnwesten, Maßbänder und mehr. Der Baustart rückt also immer näher!
Nach den vollgepackten Tagen startete der Freitag etwas gemütlicher. Die am Vortag gekauften Materialien wurden verstaut, und wir besuchten Martina und ihre Schüler:innen im Optik Center. Julius ließ es sich nicht nehmen, gleich einen kleinen Sehtest zu machen und schnitt ganz solide ab.
Um drei Uhr kamen dann Nicholas und später Dorothy. Gemeinsam gingen wir in den Austausch mit den jungen Frauen der Community, um ihren Bedarf für das Skilling Center zu erfassen. Eine junge Frau kam ins Gästehaus, weitere trafen wir an verschiedenen Orten in der Community. Insgesamt nahmen elf Frauen an der Befragung teil, im Alter von 16 bis 24 Jahren. Etwa die Hälfte von ihnen hat bereits Kinder. Viele mussten die Schule abbrechen, aus finanziellen Gründen oder aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft. Auch einige Mütter der jungen Frauen waren dabei und sehr interessiert an unserem Projekt. Später erzählte uns Nicholas, dass es in der Region noch viele weitere Frauen mit ähnlichen Schicksalen gebe, und dass ein Skilling Center für sie eine große Chance bedeuten würde.
Am nächsten Tag wurden wir von Sister Goreth zur hundertjährigen Jubiläumsfeier der St. Mary’s Cathedral Rubaga eingeladen. Die Feier war sehr groß: Hunderte Menschen, darunter Schüler:innen, Angehörige, ehemalige Schüler:innen, Kamerateams, Security, der Bishop – und sogar die Vizepräsidentin von Uganda. Es gab Predigten, Tänze, Gesänge, Essen, Dankesreden und viele weitere Programmpunkte.
Nach einem kurzen Stopp in einem weiteren Skilling Center, das schon erfolgreich betrieben wird und als Vorbild dienen kann, ging es zurück nach Kyamulibwa – denn es stand noch einiges auf dem Plan.
Für den darauffolgenden Tag stand vor allem Packen auf dem Programm, denn am nächsten Morgen war unsere Projektzeit in Uganda leider schon zu Ende.
Am Abend wurde gefeiert. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, am reichlichen Buffet teilzunehmen und ein paar deutsche Hits zur Partyplaylist beizusteuern. Nach viel Lachen und Tanzen ging es spät ins Bett.
Alle, die es möglich machen konnten, waren zur Verabschiedung gekommen. Mit dem Versprechen, dass bei der nächsten Reise wieder viele nette Leute kommen, machten wir uns im gemieteten Taxibus auf den Weg nach Masaka. Dort besuchten wir Severus Jjumba, er ist der Bischof von Masaka. Ihm haben wir das Projekt und die Entwürfe auch nochmal persönlich vorgestellt
Mit diesem letzten Termin gingen vier unglaublich aufregende und unvergessliche Wochen zu Ende.
Dank der tollen Menschen vor Ort, der herzlichen Bewirtung und Unterstützung bei allen möglichen und unmöglichen Fragen machen wir uns nun daran, das Projekt in Deutschland weiter voranzubringen, damit es ganz bald weitergehen kann und ihr hier neue Updates zur Baureise bekommt!
Bis bald und GaLiGrü,
Die Reisegruppe




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Mega!!!
So so schön, dass alles mitzuverfolgen!
Viel Erfolg 🙂