Kyamulibwa – Tailoring Futures Eine Ausbildungsstätte für junge Frauen in Kyamulibwa

Status

Laufend

Begonnen

November 2025

Mitgliederzahl

25

Land

Uganda

Ort

Kyamulibwa

Status

Laufend

Begonnen

November 2025

Mitgliederzahl

25

Land

Uganda

Ort

Kyamulibwa

Aufstellen und Ausrichten der Schalung auf der Baustelle

Woche 2 in Kyamulibwa: Gemeinsam(e) Fundamente bauen

Zu Beginn der Woche hatten wir die Möglichkeit, gemeinsam das Osterfest zu feiern. Der Osternachtsgottesdienst in der nahen katholischen Kirche war wieder auf Luganda. Auch wenn wir den genauen Wortlaut nicht verstanden, war es toll dem Verlauf der Messe zu folgen, die Lieder zu hören, Kerzen zu entzünden und das Feuer weiterzugeben. Den Sonntag verbrachten wir damit erst gemeinsam ugandisch zu kochen und zu essen – Luwombo mit Erdnüssen oder Hähnchen, Matoke, Süßkartoffeln und Reis – und anschließend einer kleinen Ostersüßigkeitensuche.

Gemeinsames Osteressen, zu sehen sind Robert Bbaale, Aggie Malaika und das Reiseteam
Gemeinsames Osteressen, zu sehen sind Robert Bbaale, Aggie Malaika und das Reiseteam

Mit diesen schönen Eindrücken starteten wir am Montagmorgen in die Arbeitswoche. Die Bemessungen für den Aushub waren vorbereitet und mit gespannten Schnüren auf dem Baufeld markiert. An den Stellen, wo später die Fundamente betoniert werden, hoben wir 60 cm aus.

Nach der Osterpause startete auch die Ausbildung am Kyamulibwa Technical Institut (KTI) wieder und ein weiterer Workshop fand statt, dabei ging es um die Grundlagen des Betonierens. Durch diesen Workshop hatten wir die Chance besser einschätzen zu können, welches Wissen und welche praktischen Handgriffe bereits klar waren.

Betonworkshop mit den Schüler:innen aus der Klasse der Maurer:innen
Betonworkshop mit den Schüler:innen aus der Klasse der Maurer:innen

Die Angehörigen des KTI empfingen uns mit großer Kooperationsbereitschaft. Gemeinsam mit den angehenden MaurerInnen, Schreinern, und Schweißern und deren Lehrern, konnten wir ein Setup für die erste Bauphase vorbereiten.
Für die nächsten Tage teilten wir uns und die SchülerInnen in drei Gruppen auf.
Während auf der Baustelle der Aushub weiterlief, gab es eine Gruppe zum Schalungsbau, die einen Platz in der Holzwerkstatt gefunden hatten. Die SchülerInnen und Lehrer übernahmen den Zuschnitt der Hölzer, die wir dann gemeinsam zu Schaltafeln zimmerten.
In der Metallwerkstatt entstanden aus dem Stahl Bewehrungskörbe für Einzelfundamente. Dafür schnitten die SchülerInnen den Stahl zu, bogen diesen und banden ihn schließlich mit Draht und Zange zusammen. Einer der Körbe misst etwa 1,5 m auf 1,5 m auf 0,5 m. Wir sind dankbar, in den Werkstätten arbeiten zu können – 3x so viel, wenn es wieder einmal heftig regnet.

Bau der Schaltafeln mit Unterstützung der Schreiner der Berufsschule
Bau der Schaltafeln mit Unterstützung der Schreiner der Berufsschule
Flechten der Bewehrungskörbe bei der Metallwerkstatt
Flechten der Bewehrungskörbe bei der Metallwerkstatt

Während des Arbeitens gab es die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen. Wir merken uns viele Namen der SchülerInnen (teilweise mit Namensschildern als Hilfestellung) und möglichst viele Wörter in Luganda, denn viele der SchülerInnen bringen uns begeistert ihre Sprache bei. Mit den Lehrern findet viel Austausch statt, es geht häufig um die Organisation der Aufgaben. Auch über Methoden und Bauweisen wird immer wieder diskutiert. Das heißt die verschiedenen Möglichkeiten den Bau auszuführen werden überlegt. Zum Beispiel werden hier Fundamente meistens gemauert, unsere Planung war jedoch bereits auf Betonfundamente ausgelegt. Die Entscheidung für das weitere Vorgehen kann nur im Austausch getroffen werden, beide Seiten müssen aufeinander zugehen, um die beste Methode für das Projekt zu wählen. In diesem Fall konnten wir nicht so sehr auf die von den Lehrern vorgeschlagene Bauweise eingehen, da wir schon die Berechnungen gemacht haben und ein Umplanen zu lange gedauert hätte. Allerdings konnten wir einen Kompromiss finden und einige Streifenfundamente mauern. So lernen beide Seiten die jeweils andere Methode kennen.

Nachdem die Schalungen und Bewehrungskörbe fertiggestellt waren, fand alles seinen Weg zur Baustelle. Die ersten Schalungen wurden platziert und darin die Bewehrungskörbe. So war am Freitag alles bereit für die erste Betonage.

Aufstellen und Ausrichten der Schalung auf der Baustelle
Aufstellen und Ausrichten der Schalung auf der Baustelle

Zunächst kommen Kies, Sand, Zement und Wasser in den Betonmischer, der Beton wird durchmischt und mit Schubkarren zur Schalung gefahren. Dort muss er gleichmäßig verteilt und später noch verdichtet werden.

Auch wenn wir unser Ziel nicht ganz erreicht haben und „nur“ zwei Einzelfundamente betoniert wurden, sind wir sehr stolz darauf, was wir gemeinsam geschafft haben. Wir sind zuversichtlich, die nächsten Wochen so gut weiterarbeiten zu können.

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