Lankaponics Aquakultur & Hydroponik
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Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

35

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyatalawa

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Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

35

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyatalawa

Vor einer Woche erreichte unser erstes Team das schöne Sri Lanka und uns interessiert alle: Was ist seitdem passiert?

Es war gerade kurz vor 12, als wir unser Weißbier und unsere Weißwurst bestellten, eine letzte deutsche Stärkung, bevor es voller Euphorie Richtung Münchener Flughafen losging . Der Weg war schwer, denn die 30 kg Gepäck, die jeder von uns bis ans Maximum mit Bohrern, Schrauben und anderen Werkzeugen ausgereizt hatte, machten den Transport anstrengender als gedacht. Die Zeit bis zur Ankunft in Colombo verging dann wie im Fluge und schon saßen wir im Zug nach Kandy. Die schöne Landschaft Sri Lankas erstreckte sich vor unseren Augen und die ersten Exoten – Wasserbüffel und Affen – zeigten sich. In Kandy, der nächst größeren Stadt, holten wir unser Auto ab und machten uns bald auf den Weg nach Padiyathalawa. Die knapp 5-stündige Fahrt über Berge und durch heftigen Monsunregen wurde durch einige Risse in unserem Autodach zum feuchtfröhlichen Spaß, aber angekommen in unserem Projektort kam leider die erste Ernüchterung: es gab nur eine Matratze für unser 5-köpfiges Team. Felix wagte sich daraufhin auf den Betonboden und baute ein Moskitofort zwischen Sessel und Sofa. Nach dieser etwas härteren Nacht machten wir uns morgens schnell auf in den Ort, um Matratzen und weitere Utensilien zu kaufen. Natürlich trafen wir am ersten Tag auch direkt unseren Projektpartner Janaka Kosgolla und liefen mit ihm zunächst unser Grundstück ab und machten anschließend auch schon erste Vermessungen. Der erste Eindruck war sehr positiv: die Umgebung ist wunderschön, die Nachbarn herzallerliebst (sie kamen, halfen uns und luden uns zum Tee ein) und es gibt noch vereinzelt Bäume, die bei der prominenten Hitze wohltuenden Schatten spenden. Allerdings ist das Gelände noch sehr uneben und das Gefälle vom höchsten bis zum tiefsten Punkt größer als gedacht.

Am Abend tauchten unerwartet weitere Nachbarn in unserem Haus auf: Geckos, die Faltern ihrer eigenen Größe hinterherjagten und eine riesige Ameisenstraße, die sich scheinbar durch das ganze Haus zieht (von den etlichen Moskitos natürlich ganz abgesehen). Besondere Freude bereitete uns der Besuch eines Frosches, der bei heftigem Monsungewitter um Unterschlupf bat. Leider blieb er aber nur kurz, denn er war auf dem Sprung.

Die nächsten Tage stand primär die Ermittlung genauerer Daten des Grundstücks an und das Einkaufen erster Materialien. Für die Bestimmung der genauen Grundstückabmessungen machten wir zuallererst die Grenzsteine des Grundstücks ausfindig, um deren Abstände zueinander zu ermitteln. Um eine optimale Position des Aquaponikmoduls festlegen zu können, mussten wir auch das Höhenprofil des Geländes vermessen. Hintergrund hierfür ist, dass aus Zeit- und Kostengründen die Bewegung von Erde minimal gehalten werden soll, um die benötigte Fläche der Anlage zu begradigen. Also griffen wir zu einfachen Mittel und bauten aus Schlauch, Wasser, Lot und Meterstab eine Schlauchwaage. Mit dieser liefen wir in einem definierten Raster das gesamte Grundstück ab und bestimmten die Höhendifferenz zu einem festgelegten Referenzpunkt.

Eines Morgens besuchten uns einige Frauen aus den Nachbarhäusern. Weil es uns sehr am Herzen liegt, die sri lankische Kultur kennenzulernen zu erlernen und die Gastfreundschaft der Sri Lankaner zu erwidern, luden wir sie auf unsere Terasse zu einem Tee ein. Obwohl die Kommunikation aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse etwas schwierig war, merkten wir schnell, dass ein einfaches Lächeln doch alle Hürden überbrückt.

Was gibt es ansonsten noch zu berichten? Wir sind dabei, unser Haus für uns und natürlich alle Nachzügler wohnlich einzurichten, wir lassen uns tagtäglich Reis und Curry schmecken und sind schon fast so gut wie Sri Lankaner, was die Schärfe und das Essen mit den Händen angeht. Ach und das Fahren im Linksverkehr meistern wir auch schon wie die Profis.

Das war es soweit. Wir freuen uns schon tierisch, euch bald mit neuem Klatsch und Tratsch aus der Nachbarschaft und vor allem mit den ersten Baumaßnahmen bereichern zu dürfen!

See you in a while, crocodile! (oder… hoffentlich lieber nicht!)

Euer Lankaponics-Team

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