Lankaponics Aquakultur & Hydroponik
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Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

35

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyatalawa

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Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

35

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyatalawa

Die Reihen des Community Centres in Padiyathalawa füllen sich nach und nach mit Leuten. Immer lauter werden die Klänge der für uns fremden Sprache. Neugierige Gesichter schauen auf die 12 Deutschen, die vor ihnen sitzen. Die letzten Plätze werden belegt. Let the show begin!

>>Hallo, schön dich kennenzulernen!<<, drei Worte, die jedem Sri Lanki direkt ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern.

Einige von uns sind nun schon sechs Wochen in Sri Lanka und haben bereits das ein oder andere Wort Sinhala aufgeschnappt. Und jedes Mal auf‘s Neue sind die Einheimischen hell auf begeistert von unseren Sinhala-Künsten. Leider sind sie jedoch lange nicht ausreichend, um uns verständlich auszudrücken, weshalb unser Projektpartner Dr. Janaka Kosgolla uns oft tatkräftig bei Seite steht und hilft, alle Sprachbarrieren zu überbrücken.
So kamen wir auch bezüglich unserer geplanten Dorfpräsentation auf ihn zu. Wir erarbeiteten zusammen mit ihm eine Präsentation, die dazu dienen sollte, uns den Dorfbewohnern vorzustellen und ihnen unser Projekt näher zu bringen. Uns war es wichtig, dass die Inhalte leicht verständlich, aber auch nicht zu oberflächlich tangiert werden. Also setzten wir uns mit Janaka zusammen und diskutierten darüber, wie wir die Präsentation am sinnvollsten gestalten können.
Wir begannen mit einer Vorstellung aller Mitglieder, die gerade vor Ort anwesend sind, damit die Bewohner wissen, wem sie da auf der Straße begegnen oder im Supermarkt über den Weg laufen. Danach gingen wir dazu über, ihnen von unserem Verein und unserer Arbeit in Sri Lanka zu erzählen.
Dank der vielen Gespräche mit Janaka, in denen er uns von den Eindrücken der Dorfbewohner erzählte, konnten wir die Präsentation gut auf diese zuschneiden. Er erzählte z.B., dass durch vergangene Projekte viele Menschen Entwicklungsarbeit von NGOs kritisch gegenüber stünden, weshalb es uns wichtig war, uns klar davon abzutrennen. Wir betonten unsere ehrenamtliche Tätigkeit und setzten einen klaren Fokus auf unser Studentendasein. Als nächstes zeigten wir ihnen bereits abgeschlossene Projekte in Sri Lanka und gingen dann über zu unserem jetzigen Projekt.

Wir berichteten von unserer Erkundungsreise im April 2017: wir sprachen von der Bedarfsanalyse; den Gesprächen mit verschiedensten Bewohnern in und um Padiyathalawa und unserer Erkenntnis, dass in der Trockenzeit Wasserknappheit herrsche, welche sich besonders in der Landwirtschaft bemerkbar mache und sich dadurch auch auf die Vielfalt und das Angebot der Lebensmitteln niederschlage. Unser Aquaponics System verbindet Wassereffizienz und Nahrungsmittelertrag und so kamen wir auf die technischen Details über unsere Anlage zu sprechen. Diesen Teil trug Janaka direkt auf Sinhala vor und für uns erfüllte sich der Raum minutenlang mit den melodischen Klängen der fremden Sprache. Des weiteren sprach er von unserer Betriebsplanung; davon dass aller Gewinn, der erzeugt wird, in unserer Anlage und somit der Region Padiyathalawa bleiben werde und betonte nochmals, dass wir Deutschen keinerlei Interesse an einem Gewinn hätten.
Im Anschluss der Präsentation gab es eine offene Diskussionsrunde, in der einige Bewohner Fragen stellten. Das wichtigste Thema war natürlich: Wasser! Aufgrund der Wasserknappheit in der langen Trockenzeit besteht natürlich die Sorge, dass unser Brunnen, den wir für das System bohren müssen, den Bewohnern der unmittelbaren Umgebung das Wasser entziehen würde. Da wir uns darüber natürlich schon Gedanken gemacht haben und dies mit allen Mitteln verhindern wollen, erzählten wir von dem Besuch eines Geologen, der für das Water Board arbeitet. Dieser konnte uns versichern, dass jener Fall nicht eintreffen werde, da wir unseren Brunnen tiefer bohren als die Flachbrunnen der umliegenden Dorfbewohner. Dadurch entnehmen wir Wasser aus einer anderen Schicht und somit den Bewohnern kein Wasser weg. Auch der GS hielt eine längere Rede, in welcher er unserem Projekt positiv zusprach.
Am Ende des Nachmittags verließen zufriedene Gesichter das Community Centre. Seit der Präsentation haben wir noch regelmäßiger Besuch auf der Baustelle von neugierigen Gesichtern, die uns zuschauen und teilweise sogar mit anpacken wollen.
Die Präsentation war also ein Erfolg auf voller Linie!

 

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