Lankaponics Aquakultur & Hydroponik
image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

35

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyathalawa

image/svg+xml

Status

Laufend

Begonnen

Januar 2017

Mitgliederzahl

35

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyathalawa

Auch wenn viel unserer momentanen Arbeit aus Projekttreffen und Schreibtischarbeit besteht, suchen wir weiterhin den Austausch mit Betreibern und Experten im Bereich Aquaponics, um auf Erfahrung zurückgreifen zu können. Letzten Monat erreichte uns eine Einladung von Jan, dem Leiter von Uniponics in Konstanz, sich in der Schweiz zu treffen, um dort zwei Aquaponics Anlagen zu besichtigen.

Früh am Samstagmorgen fuhren vier von uns in Karlsruhe los Richtung Zürich zur ZHAW (Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaft), um uns dort mit Uniponics zu treffen. Nach einer entspannten Fahrt kamen wir bei strömendem Regen in Zürich an, jedoch voller Vorfreude auf die kommenden Führungen. Da Tag der offenen Tür war, informierten sich neben uns auch etliche andere Leute über die Systeme. Man konnte alle Varianten von Pflanzen kaufen; von kleinen Kakteen über Zimmerpflanzen bis hin zu Palmen und Obstbäumen. Nach einem kurzen Lauf über das Institutsgelände sowie einem Frühstück begaben wir uns zu dem Treffpunkt für die Führung durch die Aquaponic Testanlagen der ZHAW. Es waren gut 20 Leute gekommen, um mit uns und Uniponics die Anlagen zu besichtigen. Darunter einige Studenten, die sich mit dem Thema beschäftigen und teilweise ihre Masterarbeit darüber schreiben. Es waren aber auch einige ältere Leute vor Ort, welche selbst Aquaponics-/Hydroponicsanlagen betreiben, teils hobbymäßig teils professionell. Auch ein Alumnus der EWB-Sri Lanka Gruppe war dabei. Die Führung ging durch zwei verschiedene Bereiche des Instituts: in einem Teil experimentieren sie mit dem Anbau von Wasserlinsen in einer Aquaponicanlage um diese später als Fischfutter zu verwenden. In dem anderen Teil wurde verschiedenes Gemüse angebaut und Tilapia gezüchtet, der gleiche Fisch, den wir auch in unserer Anlage verwenden wollen. Wir haben uns viel mit den anderen Teilnehmern und den Studenten der ZHAW unterhalten und dabei viel gelernt. Die Frau, welche die Führung leitete, war selbst auch in Sri Lanka unterwegs und konnte uns einiges über kulturelle Faktoren berichten. Wir konnten viel über Fischfutter in Erfahrung bringen und haben deren Anlage mit unserer Planung verglichen. Sie arbeiten mit einer kleineren Besatzungsdichte an Fischen, als wir es vorhaben, jedoch halten sie sie auch wesentlich länger im Becken als wir es geplant haben. Wir konnten Antworten auf einige unsere Probleme finden, leider konnte uns nicht bei allen spezifischen Fragestellungen geholfen werden.

Gegen 13:00 Uhr haben wir das Gelände der ZHAW verlassen und sind weiter zu einer industriell betriebenen Anlage an der Grenze zu Lichtenstein gefahren. Es hatte gerade aufgehört zu regnen und ein paar vereinzelte Sonnenstrahlen gaben den Blick auf den Züricher See und die umliegenden Berge frei, wirklich eine schöne Szene. Nach kaum 10 Minuten Fahrt fing es dann wieder an zu regnen. Die Wolken zogen nach Osten und wir fuhren den ganzen Tag hinterher. Trotzdem verging die Fahrt schnell und wir befanden uns kurz darauf auf dem Gelände der Firma ECCO Jäger. Unsere kleine Gruppe erweiterte sich um eine Frau, welche in Hamburg selbst eine industrielle Anlage betreibt. Wir wurden von einem sehr netten Herr begrüßt, welcher alleine für die Aquaponicsanlage bei ECCO Jäger zuständig ist. Eigentlich ist ECCO Jäger ein Frucht- und Gemüsehändler. Ursprünglich wollten sie einen Wohnkomplex auf das Dach ihres Gebäudes bauen, jedoch war das statisch nicht möglich. Stattdessen haben sie eine Aquaponicsanlage gebaut; was ein glücklicher Zufall für uns. Wir bekamen eine kurze Führung durch die Aufbewahrungshallen und konnten ein paar Eindrücke über ihr Kühlsystem gewinnen, momentan ein großes Thema bei uns. Danach ging es weiter zu den Fischtanks, welche von der Größe denen entsprechen, welche wir in Padiyatalawa auch haben. Jedoch züchten sie dort Forellen und keine Tilapia, was vor allem daran liegt, dass Tilapia in Europa als Billigfisch angesehen wird. Genau wie an der ZHAW war die Futteranlage für die Fische vollautomatisiert. Auf dem Dach befinden sich die Beete, in welchen verschiedene Asiasalate und Basilikum angebaut werden. Interessant war, dass sie die Möglichkeit haben, in Krankheitsfällen oder bei anderen Problemen, den Wasserkreislauf zu unterbrechen und Tanks und Beete unabhängig voneinander zu betreiben. Außerdem hatten sie verschiebbare Tische anstatt fester Beete für den Gemüseanbau. Eigentlich ziemlich einfach und wirklich platzsparend. Zum Abschluss durften wir uns noch alles an Gemüse mitnehmen was wir tragen konnten. Gekocht wird seitdem nur noch mit Basilikum.

Vielen Dank an dieser Stelle an Jan von Uniponics für die Organisation dieses tollen Tages. Es war sehr spannend und wirklich informativ.

Grüße aus Karlsruhe,
Euer Lankaponics Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.