Lankaponics Aquakultur & Hydroponik
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Status

Abgebrochen

Begonnen

Juni 2017

Beendet

Juni 2020

Mitgliederzahl

47

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyathalawa

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Status

Abgebrochen

Begonnen

Juni 2017

Beendet

Juni 2020

Mitgliederzahl

47

Land

Sri Lanka

Ort

Padiyathalawa

Die letzten Monate waren sehr ereignisreich und stellten für uns eine große Herausforderung dar. Nachdem sich im letzten Jahr mehrere Probleme ergaben, versuchten wir diese zu lösen. Letztendlich wurde allerdings klar, dass die Fortführung des Projekts nicht sinnvoll ist.

Drei Jahren lang haben wir hoch motiviert am Projekt Lankaponics gearbeitet. In dieser Zeit haben wir so einige Höhen und Tiefen erlebt und mit der ersten Bauphase 2018 einen großen Schritt zur Umsetzung des Projekts gemacht. Nun haben wir schweren Herzens die Entscheidung getroffen, das Projekt nicht fortzuführen. Ausschlaggebend dafür waren letztendlich große Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung der Aquaponicsanlage, sowie Unsicherheiten bei der langfristigen Betreuung des Projekts.

Nach der ersten Bauphase sahen wir uns mit einigen Problemen konfrontiert, deren Lösung wir in den darauffolgenden Monaten anstrebten. Wir mussten feststellen, dass der gebohrte Tiefbrunnen in der Trockenzeit nicht die für die Aquaponicsanlage benötigte Wassermenge liefern kann. Außerdem hatte sich im Laufe der Zeit das Konzept für den Betrieb der Aquaponicsanlage so sehr verändert, dass neben dem bisherigen Projektpartner Dr. Janaka Kosgolla weitere Partner für das Projekt gefunden werden sollten, um eine bestmögliche, langfristige Betreuung des Projekts sicherzustellen. Darüber hinaus zeichnete sich zunehmend ab, dass Dr. Janaka Kosgolla auch aus privaten Gründen nicht die alleinige und langfristige Verantwortung für das Projekt tragen können wird.

Im Herbst 2019 reisten wir dann erneut nach Sri Lanka um Lösungen für diese Probleme zu finden. Um die Ursache für das Problem mit dem Tiefbrunnen zu ergründen und potentielle Lösungen zu finden, nahmen wir Kontakt zu mehreren Brunnenbaufirmen auf und veranlassten weitere Untersuchungen zur Geologie des Grundstücks. Parallel evaluierten wir auch alternative Ansätze zur Wasserversorgung.

Das Ergebnis aus den Untersuchungen der Brunnenbaufirma zeigte uns, dass das Grundwasservorkommen auf dem Grundstück nicht für den Betrieb der Aquaponicsanlage ausreicht. Das Ergebnis war also konträr zur Aussage des Geologen, welchen wir in der Bauphase 2018 beauftragt hatten. Somit wäre zusätzlich der Bau einer Zisterne zur Regenwasserspeicherung oder die Bohrung eines weiteren Tiefbrunnens in der nahen Umgebung nötig gewesen, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Die Idee zum Bau einer Zisterne verwarfen wir schnell, da die zum Betrieb der Aquaponicsanlage benötigte Wassermenge die Kapazität einer realisierbaren Zisterne überschreiten würde. Die Sicherstellung der Wasserversorgung durch einen weiteren Brunnen empfanden wir als unverhältnismäßig, da der damit einhergehende zeitliche und finanzielle Aufwand den Rahmen des Projekts sprengen würde und die Umsetzung als sehr risikobehaftet bewertet wurde. Somit konnte auch in der Kombination verschiedener Möglichkeiten kein tragbares Konzept zur Wasserversorgung gefunden werden.

Um die langfristige Betreuung des Projekts sicherzustellen, begannen wir 2019 mit der Suche nach einer Organisation, die Dr. Kosgolla unterstützen kann. Während der Erkundungsreise im Herbst 2019 trafen wir uns mit verschiedenen Organisationen und weckten dann auch bei Zweien Interesse für eine Zusammenarbeit im Projekt. Allerdings konnten wir das Interesse nicht in eine konkrete Zusammenarbeit überführen. Dies war vor allem der Tatsache geschuldet, dass durch die fehlende Wasserversorgung die Umsetzung der Aquaponicsanlage sehr unwahrscheinlich wurde.

Im Anschluss an die Erkundungsreise evaluierten wir die gewonnenen Erkenntnisse zur Wasserversorgung und zur langfristigen Betreuung des Projekts. Im Rahmen eines Arbeitswochenendes entschieden wir nach langer Diskussion und Abwägung aller Alternativen schweren Herzens, das Projekt Lankaponics nicht fortzuführen.

Seitdem legen wir den Fokus darauf, die gemachten Erfahrungen bei der Umsetzung des Projekts aufzuarbeiten und Verbesserungspotential in unserer Arbeit zu finden, um die Qualität unserer Arbeit weiter zu steigern. Dabei arbeiten wir insbesondere heraus, welche Ereignisse besonders prägend waren und welche Erkenntnisse wir für unsere Zukunft mitnehmen – sowohl für neue Projekte als auch für uns persönlich, als Studierende.

Im Hinblick auf die bestehenden Baustrukturen aus dem Aquaponicsprojekt möchten wir versuchen, diese für die Menschen vor Ort nutzbar zu machen. Da sich bereits am Ende der Erkundungsreise 2019, vor allem beim Thema der Wasserversorgung, keine Lösung abzeichnete, sprachen wir schon damals mit der lokalen Bevölkerung über Möglichkeiten zur alternativen Nutzung der vorhanden Bauten. Diese Ideen wollen wir nach der Aufarbeitung der bisherigen Projektarbeit weiterverfolgen.

Wir möchten uns bei Allen bedanken, die unsere Arbeit unterstützen. Trotz dieses Rückschlags wird unser Engagement in Sri Lanka weitergehen – wir freuen uns, wenn ihr unsere Arbeit auch in Zukunft verfolgt!

Grüße aus Karlsruhe
Eure Projektgruppe Sri Lanka

1 Kommentar


  1. We thank the Lankaponik team and KIT EWG
    For the support you have given to
    improve the conditions of the needy in Srilanka. Thank you very much and best wishes
    For the future.

    Antworten

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