Ende März machten sich erneut sechs Reisende auf den Weg nach Gambia. Zunächst standen umfangreiche Einkaufstätigkeiten in der Umgebung der Hauptstadt Banjul an. Während eines einwöchigen Aufenthalts wurden dort unzählige Geschäfte für Baumaterialen besucht und große Mengen an Baustoffen und Materialien (z.B. Kabel, Bauschaum, Lichtschalter, Farbe, Fliesen u.v.m.) sowie technische Ausrüstungsgegenstände (z.B. Klimaanlagen, Lampen, Ventilatoren, Solarpaneele u.v.m.) erworben. Zudem führten wir Gespräche mit einem Metallbauer, der Fenster und Türen nach Maß fertigte. Nach den Feierlichkeiten zum Ende des Ramadans reisten wir schließlich nach Saaba, um die Arbeiten auf der Baustelle in der nun schon seit vielen Jahren bewährten guten Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation Phanmaggi fortzuführen.
Zunächst wurde der bereits begonnene Rohbau des Meeting-Cooling-Gebäudes fertiggestellt, indem alte Schalungen entfernt und noch fehlende Zwischenmauern bis zum Dach hochgezogen wurden. Danach wurde mit dem Zuschnitt der aus dem Senegal gelieferten Sandwichelemente begonnen. Nach einer erfolgreichen Aufstellung zur Probe, konnten die Elemente an den Wänden befestigt und die Lücken mit Bauschaum befüllt werden. Nach dem Einheben der Deckenpaneele begannen die Vorarbeiten für das Dach. Die stählernen Querlatten wurden an den im Ringanker einbetonierten Dachträgern befestigt. In den folgenden Tagen wurde das Dach mit Wellblech gedeckt, was angesichts der sengenden Sonne eine kleine Herausforderung war. Im nun vor Wetter geschützten Innenraum des Gebäudes begann anschließend der Innenausbau. Der Boden wurde gefliest, Fenster und Türen eingebaut, erste Kabel gezogen sowie Lampen und Schalter installiert. Im Anschluss wurden diese Arbeiten auch im Toilettenhäuschen durchgeführt. Gleichzeitig zu den Arbeiten am Haus wurde ein kleiner Solarpark errichtet, der nun aus 35 Solarpaneelen besteht und den gesamten Gebäudekomplex mit Elektrizität versorgen wird. Im Zuge dessen wurden Kabel zum Technikraum verlegt und dort angeschlossen. Des Weiteren wurde für den Blitzschutz ein Erdungsstab ca. 9m tief in den gambischen Boden gerammt.
Es folgte die Vorbereitung der Schalung, um die Bodenplatte des Düngerhauses zu betonieren. Nach Abschluss weiterer vorbereitender Maßnahmen wie Kies sieben, wurde die größte Betonage des gesamten Projektes durchgeführt, bei der ca. 150 Säcke Zement und große Mengen an Kies und Sand von Hand zu Beton vermischt wurden. Rund 70 Frauen und Männer beteiligten sich an dieser Gemeinschaftsaktion, die durch ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen auf der Baustelle möglich gemacht wurde, was das Gemeinschaftsgefühl in jedem Falle gestärkt hat. Nachdem der Beton ausgehärtet war, wurden der Grundstein des Düngerhauses gelegt und in den letzten Tagen die ersten Steinreihen gemauert, die nun schon erahnen lassen, wie das Gebäude einmal aussehen wird. Stück für Stück wurden auch die Elektroinstallationen fortgeführt und der Technikraum mit einer Reihe an Kabeln, Sicherungen und Komponenten wie Wechselrichter, Laderegler und Sicherungskästen ausgestattet. Nach mehreren Nachtschichten konnte am Vormittag der Abreise noch ein großer Moment gefeiert werden. Während Teile unseres Teams schon das Gepäck für die Rückkehr in die Hauptstadt vorbereiteten, wurde auf der Baustelle im Technikraum der Schalter umgelegt und die erste Lampe leuchtete ein Moment großer Begeisterung für alle Anwesenden.
Insgesamt wurde auf der Reise eine Menge geschafft und das Projekt hat einen großen Schritt in Richtung der Fertigstellung gemacht. Nicht zuletzt wurden noch wertvolle Informationen mit nach Hause genommen, die nun in die weitere Planung und Vorbereitung der kommenden Reise fließen werden.







